Private Krankenversicherung Einmal gut behandelt werden

Gutverdiener können sich künftig leichter privat versichern. Aber auch Selbständige sollten prüfen, ob sich für sie ein Wechsel in die private Krankenkasse lohnt. Worauf man dabei achten sollte - fünf Fragen und Antworten.

Von Alina Fichter

Gesetzlich Versicherte haben es schwer: Sie zahlen Praxisgebühr und müssen stundenlang im Wartezimmer ausharren, bevor der Arzt sie dran nimmt. Im Krankenhaus bekommen sie kein Einzelzimmer wie die Privatpatienten, sondern müssen ihren Lebensraum mit einem Fremden teilen - selbst wenn beim Zimmernachbarn die Familie mit eingezogen zu sein scheint. Privatsphäre: Fehlanzeige.

Privatpatienten werden vor allem im Krankenhaus bevorzugt behandelt.

(Foto: dpa)

Jetzt macht die Koalition den privaten Kassen (PKV) auch noch umfangreiche Zugeständnisse: Sie sollen künftig weniger für Medikamente bezahlen müssen. Und das, obwohl gesetzlich Versicherten Zusatzbeiträge drohen. Bisher werden die zwar erst von einem knappen Dutzend Unternehmen erhoben. "Aber die Finanzierungslücke ist so groß, dass es wohl irgendwann alle tun werden", fürchtet Hajo Köster vom Bund der Versicherten (BdV).

Keine schönen Aussichten für gesetzlich Versicherte. Manche einem wird da mulmig und er überlegt sich, seiner Kasse den Rücken zuzukehren. Zumal Gutverdiener künftig leichter als bisher wechseln können. Aber für wen lohnt sich der Absprung in die private Kasse und worauf muss er dabei achten?