Von Andreas Grote

Anbieter von Guthabenkarten haben die Preise kräftig gesenkt - was Kunden beachten müssen, um davon zu profitieren.

Sechs Billiganbieter von sogenannten Prepaid-Telefonkarten haben erneut ihre Preise gesenkt - davon können Kunden profitieren. Beim Prepaid-Modell laden die Nutzer ihre Handykarten mit einem Guthaben auf, das sie später abtelefonieren können. Ist die Karte leer, muss neues Geld eingezahlt werden. Das Attraktive daran: Viele der Anbieter verlangen für Telefonate mittlerweile weniger als zehn Cent pro Gesprächsminute. Auch der Mobilfunkriese T-Mobile hat sein bislang vergleichsweise teures Prepaid-Angebot überarbeitet. Wer unter den zahlreichen Offerten den günstigsten Tarif für seine individuellen Telefongewohnheiten finden will, muss auf die Details achten.

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Die größte Auswahl an Billigtarifen haben Leute, die ihr Handy nur gelegentlich nutzen - und um erreichbar zu sein. (© Foto: dpa)

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Angebote für Wenigtelefonierer

Wer in erster Linie über das Handy erreichbar sein will und nur gelegentlich selbst jemanden anruft, hat die größte Auswahl. Es gibt viele Angebote, die für ihn günstig sind: Er kann sich zwischen Tarifen entscheiden, bei denen die Minute neun oder zehn Cent kostet (Tabelle). Hier wird allerdings im ungünstigen 60/60-Takt abgerechnet, das heißt, jede angefangene Minute muss voll bezahlt werden. Anbieter, die nur die erste Minute voll und danach sekundengenau abrechnen (60/1-Takt), verlangen einige Cent mehr pro Minute.

Wer Anrufe auf die Mailbox umleiten möchte, sollte darauf achten, dass die Abfrage des Anrufbeantworters kostenlos ist.

Zahlen im Nachhinein

Wen das regelmäßige Aufladen der Handykarte stört, kann zum Beispiel beim Anbieter Simply auch einen Postpaid-Tarif wählen und im Nachhinein bezahlen. Das Unternehmen Klarmobil rechnet sogar immer Postpaid ab. Für Wenigtelefonierer eher nicht zu empfehlen sind die Guthabenkarten von Callmobile: Wer im Vierteljahr weniger als sechs Euro vertelefoniert, muss eine Strafgebühr von einem Euro im Monat zahlen.

Freunde, die oft miteinander telefonieren, können sparen, wenn sie den gleichen Anbieter wählen. Denn die meisten Gesellschaften offerieren einen sogenannten Community-Tarif: Telefonieren etwa zwei Kunden von Aldi-Talk miteinander, dann kostet die Gesprächsminute nur noch drei Cent statt 13 Cent wie bei einem Anruf in ein anderes Netz. Um das zu finanzieren, kosten Anrufe in andere Netze sowie das Verschicken von SMS bei diesem Tarifmodell ein paar Cent mehr als bei den Billiganbietern, die keinen Community-Tarif anbieten.

Offerten für Vieltelefonierer

Flatrates für grenzenloses Plaudern bieten ebenfalls viele Discounter an. Für etwa 15 Euro, bei Tchibo bereits für 12,95 Euro, sind einen Monat lang alle Telefonate ins deutsche Festnetz sowie Anrufe zu Gesprächspartnern beim eigenen Anbieter abgegolten.

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