Warum das teure Pendeln in die Stadt die günstigen Hauspreise auf dem Land meist wieder aufhebt - ein Rechenbeispiel.
Ländliche Regionen locken häufig mit niedrigen Grundstückspreisen. Viele Familien ziehen deswegen ins Umland. Doch das ist angesichts steigender Spritpreise möglicherweise kurz gedacht - und zwar dann, wenn die Eltern in der Stadt arbeiten und täglich pendeln müssen.
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden gaben im Jahr 2004 von den 35,7 Millionen Erwerbstätigen 30,3 Millionen an, Pendler zu sein. (© Foto: ddp)
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Die Fahrtkosten für das Pendeln machen die Ersparnis beim Immobilienerwerb schon heute innerhalb weniger Jahre zunichte. Und die Spritpreise werden in der Zukunft weiter steigen, sind sich Experten sicher. Deshalb lohnt sich die Rechnung, was ein Umzug aufs Land tatsächlich kostet.
185.000 Euro für ein Haus
Käufer mussten in Deutschland im Jahr 2005 für ein Ein- oder Zweifamilienhaus rund 185.000 Euro bezahlen. So steht es im Wohnungs- und Immobilienmarktbericht 2006 des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in Bonn. Diese Zahl sagt aber noch wenig aus, da Neu- und Altbauten in allen Bundesländern und Lagen erfasst wurden.
Sinnvoll ist es daher, den Hauspreis mit der Kaufkraft in einer Region in Verbindung zu setzen. Für ein Standardhaus müssen Familien in Deutschland im Schnitt das 6-fache Jahresnettoeinkommen bezahlen. In Metropolen, zu denen laut BBR neben Hamburg, Berlin und München zum Beispiel auch Bonn oder Leipzig gehören, kostet ein Haus das 7,4-fache Jahresnettoeinkommen. In Großstädten wie Magdeburg, Potsdam oder Kassel ist es immerhin noch das 6,3-fache.
Der Haken: Fahrtkosten
In Umlandkreisen, zu denen etwa die Kreise Paderborn oder Neu-Ulm zählen, kostet ein Standardhaus das 6-fache Jahresnettoeinkommen. In ländlichen Kreisen wie Barnim, Uelzen oder Oberallgäu müssen Familien das 5,2-fache Jahresnettoeinkommen hinlegen. Salopp gesagt: Dumm, wer in der Stadt wohnen bleibt - wären da nicht die Fahrtkosten.
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Venizelos kritisiert IWF-Chefin
Liebe/r Frau oder Herr "Sparmeister",
dass Analphabeten Ihren Artikel nicht lesen ist anzunehmen. Aber leider werden ihn viele lesen, die genau so schlecht im Rechnen sind, wie Sie. Oder muss ich annehmen, dass Sie Ihre Leser absichtlich für dumm verkaufen wollen?
Die ADAC-km-Kosten beinhalten zum größten Teil die Abschreibung des Pkw. Wollen Sie behaupten, dass sich ein Städter kein Fahrzeug leistet, nur weil er es nicht für den Weg zur Arbeit braucht?. Woher kommen bloß die vielen Autos, die am Wochenende die Feld- und Waldwege um unser Dorf herum zuparken?
Ist Ihre Rechnung ein Aufruf zum Schwarzfahren in öffentlichen Verkehrsmitteln? Ich bilde mir immer noch ein, dass man für für viel Geld so kleine Zettelchen kaufen muss, um sie gleich hinterher wieder wertlos zu stempeln.
Ich habe selbst in München gewohnt und musste in der Stadt genau so weit (10 km) fahren, wie jetz auf dem Land - und musste mit dem Pkw fahren, da die Ringverbindungen in München für meinen Bedarf nicht brauchbar waren. Der Benzin-Mehrverbrauch betrug gut 30 %.
Haben Sie die Altersvorsorge absichtlich vergessen? Das Haus auf dem Land ist bis zur Rente abbezahlt und es fallen keine Fahrkosten zum Arbeitsplatz mehr an. Um die Mehrkosten eines/r Hauses/Wohnung "IN" der Stadt abzubezahlen, reichen die angeblich eingesparten Spritkosten nun wirklich nicht aus.
Es spricht nichts dagegen, eine Diskussion um die Wegepauschale zu führen. Diese aber mit derart verdummenden Rechnereien zu manipulieren ist unverantwortlich!
klar, Vergangenheit läßt sich nicht verändern. Aber der Verlauf einer Landesentwicklung in vielen kleinen Zentren - dezentral - ist in der bayerischen Geschichte charakteristisch. Das ist auch ein großer Vorteil.
Die Mobilität wird so nicht weitergehen. Das ist richtig. Der Städtebau aber auch nicht. Da waren schon tausend Ideen da, wie man die Städte "grüner" machen könnte - außer englischem Garten hat aber längere Zeit nichts mehr (ohne Millionengrab) richtig funktioniert. Der Mensch ist nicht immer da "zuhause", wo ein Landschaftsarchitekt wieder dekorativ Kies mit Betonstelen ausgebreitet hat. Viele Leute wollen einfach selber einen Garten bepflanzen. Freude am Schaufeln. Mein Baum! Meiner! Auch wenn jede Art von Kitsch und Blödsinn gemacht wird: das ist einfach nur demokratisch. Den Menschen ein wenig Freiheit lassen.
Mobilität wird sich wieder verbilligen. Es wird neue Autos geben. Ohne Energie läuft auch in einer Großstadt nichts mehr - die Gurken wachsen nicht bei Aldi. Jedes Nutella, jeder Bioreis kommt mit Diesel, die Kühlhäuser sind echte Energiefresser.
Wer sich München leisten kann, der soll da sein. Aber dann auch in die Oper gehen! Inzwischen gehen die Passauer in ihr kleines Barocktheaterchen und freuen sich über ein Stück dezentrale Kultur.
Umland ist nicht gleich Umland. Wer bei der Wahl seines Wohnorts auf eine gute Anbindung mit öffentlichen Nahverkehr achtet, kommt wesentlich preiswerter davon. In meinem Beispiel beträgt die einfache Entfernung 22km. Benötigt werden dafür ca. 25 Minuten. Das Monatsticket kostet knapp 70 Eur. Macht ca. 7ct/Km.
Da kannste nicht meckern...
Wenn ich beim Hausbau ausschließlich meine Arbeitsort berücksichtige und dann eben 80.000 mehr ausgebe, um möglichst nahe bei meinem Arbeitgeber zu wohnen, halte ich dies schon für sehr naiv. Denn ich wie hoch ist denn die Sicherheit wirklich, daß man dann auch tatsächlich die nächsten 10-20 Jahre dort arbeiten wird?
Spätestens, wenn man entweder versetzt wird oder sich ein neuen Job suchen muss, geht das Spiel dann wieder von vorn los.
Städt wäre total toll ohne Pendler....
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