Portal für Lebensmittel-TransparenzDie Wahrheit über sieben Krümel Feta

Joghurt aus Gartenfrüchten, Kuchen aus Omas Backstube - mit solchen heimeligen Wohlfühlbegriffen locken Hersteller Kunden. Diese Worthülsen entsprechen jedoch oft nicht dem Inhalt der Produkte. Die Verbraucherseite lebensmittelklarheit.de wird zwei Jahre alt. Seit ihrem Start haben sich dort unterhaltsame Rechtfertigungen der Hersteller angesammelt.

Joghurt aus Gartenfrüchten, Kuchen aus Omas Backstube - mit solchen heimeligen Wohlfühlbegriffen locken Hersteller Kunden. Diese Worthülsen entsprechen jedoch oft nicht dem Inhalt der Produkte. Die Verbraucherseite lebensmittelklarheit.de wird zwei Jahre alt. Seit ihrem Start haben sich dort unterhaltsame Rechtfertigungen der Hersteller angesammelt. 

So funktioniert das Portal: Verbraucher melden Produkte, von denen sie sich getäuscht fühlen, weil die Beschreibungen falsche Versprechungen machen. Lebensmittelklarheit.de prüft die Vorwürfe und bittet den Hersteller gegebenenfalls um Stellungnahme. Jeder dritte Hersteller hat nach Angaben des Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) wegen der Kritik die Aufmachung seines Produktes geändert. Eine Auswahl von Reaktionen der Unternehmen (für Rechtschreib- und Kontextfehler ist die Redaktion von SZ.de nicht verantwortlich, wir geben nur die Reaktionen weiter; Anm. d. Red.):

Philadelphia Balance - Feta & Gurke

Kundenbeschwerde: "Der neue Frischkäse wirbt auffällig und groß unter dem Logo mit der Anpreisung 'Feta & Gurke'. Auf der Rückseite ist klein zu lesen: 88 Prozent Frischkäsezubereitung, 2 Prozent Feta - also läppische 3,5 g Feta auf 175 g Käse, der mit Feta beworben wird. Aus meiner Sicht eine Täuschung des Verbrauchers."

Antwort von Kraft Foods Deutschland Services GmbH & Co. KG: "Es sind 7 Krümel Feta auf der Verpackung abgebildet. Im Verhältnis zu den Gurkenscheiben sind sie sehr klein. Im Regalkarton sind die Feta Stückchen kaum sichtbar."

Bild: www.vzbv.de 18. Juli 2013, 11:012013-07-18 11:01:29 © Süddeutsche.de/rebr/leja