Wenn die Benzinpreise in die Höhe klettern und die Volksseele kocht, kennen viele Politiker keine Parteien mehr, dann kennen sie nur noch Autofahrer.
Daran ist zunächst nichts auszusetzen, schließlich gehört es zu den Aufgaben eines Politikers, dem Volk aufs Maul zu schauen. Schwierig wird es, wenn den Bürgern vorgegaukelt wird, das Problem ließe sich einfach lösen, wenn die Regierung nur nicht so ignorant wäre. Die SZ hat untersucht, wie viel Substanz hinter den Äußerungen von Schnellschussmeistern wie Erwin Huber, Guido Westerwelle und Sigmar Gabriel steckt.
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Tanken ist in diesen Tagen ein ziemlich teures Hobby geworden. (© Foto: AP)
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1. Wenn man nur genügend politischen Druck auf die Kanzlerin ausübt, wird die volle Pendlerpauschale wieder eingeführt.
Unwahrscheinlich. Angela Merkel hat intern zu verstehen gegeben, dass es eine solche Wiedereinführung mit ihr nicht geben wird. Motto: Ich kippe doch keinen Beschluss, den ich in Dutzenden Sitzungen ausgehandelt habe und für den ich mich habe öffentlich verprügeln lassen. Etwas anderes wäre es, wenn das Bundesverfassungsgericht die derzeitige Regelung kassiert, nach der Berufspendler erst vom 21. Kilometer an 30 Cent je Kilometer von der Steuer absetzen können. Auch bei einem solchen Urteil wird Merkel aber nicht einfach zur alten Regelung zurückkehren. Weil sie die Haushaltssanierung nicht gefährden will, dürfte vielmehr ein einheitlicher Satz für alle Beschäftigten eingeführt werden, der deutlich unter 30 Cent liegt. CSU-Chef Huber könnte sich dann zwar einen Erfolg für die acht Millionen Nahpendler auf die Fahne schreiben, die acht Millionen Fernpendler wären aber die Gelackmeierten. Das gilt umso mehr, als zusätzlich der Arbeitnehmerfreibetrag gekürzt werden könnte. Was Huber zudem verschweigt: Die CSU hat dem geltenden Gesetz seinerzeit zugestimmt.
2. Der Staat kassiert an den hohen Benzinpreisen kräftig mit.
Falsch. Das Mineralölsteueraufkommen lag im zweiten Quartal 2008 um 240 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert, weil die Bürger schlicht weniger tanken. Im Gegensatz dazu dürften die Mehrwertsteuereinnahmen aus Energieerzeugnissen wegen der höheren Preise gestiegen sein. Die Erlöse müssen aber an anderer Stelle fehlen. Schließlich können die Menschen den gleichen Euro nicht zweimal mehrwertsteuerpflichtig ausgeben. Nur am Rande: Umweltminister Gabriel soll intern erklärt haben, die hohen Energiepreise seien das beste Klimaschutzprogramm, weil es die Menschen zum Energiesparen zwinge. Statt dies auch öffentlich zu sagen, fordert er "Sozialtarife".
Auf der Seite zwei: ermäßigter Mehrwertsteuersatz, Mineralölsteuersätze und die Spekulanten.
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zu copperfields echten qualitaeten kann uns bestimmt fr. schiffer genauere auskunft geben. die hat sich ja auch "bezaubern" lassen. ;-)
eben... das meine ich ja. mitm heizen und autofahren ist es lange nicht abegtan.
locker 75% unserer taeglichen gebrauchgestaende werden aus erdoel hergestellt. wenn die sich zusaetzlich um 5 oder 10% verteuern...
hmmm.... sollte copperfield in die politik? dem wuerden mehr den bloedsinn abnehmen! vorerstmal... copperfield haette auch besser den nachweis ueber massenvernichtungswaffen rueber gebracht als der rumsfeld. da muessen eben profis her!!! if you pay peanuts you get monkeys. die diaeten der politiker muessen verdreifacht werden!!!
Aber gut ist er, der David Copperfield. Zum tatsächlichen Zaubern fehlt nicht viel :-)
Ausgehen wird das Öl nicht. Nur immer teurer. Irgenwann zu teuer um damit Auto zu fahren. Die anderen "kleinigkeiten" wird es noch geben, aber eben teurer. Aber nach und nach werden sie ersetzt werden. Eins zeichnete den Menschen schon immer aus: Er ist erfinderisch.
die einzige belegbare wahrheit ist das wir abhaengig sind.
und wie jeder abhaengiger zahlen wir den gefoerderten preis. und es ist uns egal ob dessen begruendung erlogen ist oder der wahrheit entspricht.
und weil unser "dealer" uns keine "ersatzdrogen" verkaufen will, die wir ja mittlerweile gerne haetten, erzaehlt er uns alles damit wir weiter unseren "stoff" kaufen.
das oel geht aus, die spekulanten treiben den preis, die saudis kriegen dan hals nicht voll, die steuern sind gar nicht schuld am preis, die konzerne sprechen sich auch nicht ab, oder doch,...
warum sollte unser dealer uns auf entzug setzen, wenn wir einen grossen teil seines einkommes damit bestreiten? wie bloed waere das denn?
das ist als wuerde ich glauben das david copperfield tatsaechlich zaubern kann.
was mich dareuberhinaus stoert ist folgendes. ist sich eigentlich jemand bewusst wieviele produkte des taeglichen lebens aus oel hergestellt werden? wenn das oel richtig knapp wird, was dann noch alles an liebgewonnen "kleinigkeiten" floeten geht? ausser treibstoff und heizoel?
Schön, dass die SZ-Wirtschaftsredaktion auch gegen "populäre Irrtümer" schreibt.
Mal sehen, wie es Herrn Hulverscheidt in der Rolle des Don Quichotte ergehen wird.
Dass der bayerische Finanzminister die Fernpendler rupfen will, wo er doch immer darauf pocht, er die Interessen der Bewohner eines Fächenstaates zu vertreten, ist dabei besonders pikant.
Aber in Wahrheit geht es nicht um "Irrtümer", sondern um vorsätzlich verstreute Unwahrheiten, die Huber & Comp. als politische Sandmännchen den Wählern in die Augen schütten.
Offenbar geht es im Kampf um Wählerstimmen nur noch um Volksverdummung. Ein trauriges Beispiel dafür ist auch das scheinheilige Affemtheater, das heute im Bundesrat aufgeführt wurde - wobei es in Wahrheit darum geht, im Kampf gegen die Patientenverfügungen einen ideologischen Nebenkriegsschauplatz zu eröffnen -gegen die ethischen Überzeugungen von zwei Drittel der Bürger.
Schön. Damit haben Sie erklärt, warum die Preise der Terminkontrakte der Zukunft so hoch sind. Aber wie erklären Sie die realen heutigen hohen Preise? Die stehen mit den von Ihnen erklärten Terminkontrakten in keinem Zusammenhang.
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