Bundesfinanzminister Steinbrück fordert ein gemeinsames Krisenmanagement von Politik und Banken, um die Auswirkungen der US-Finanzmarktturbulenzen auf Deutschland einzudämmen.
Die schwere Finanzmarktkrise ist nach Worten von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) nur durch einen engen Schulterschluss von Politik, Zentralbank und Kreditbranche zu bewältigen.
Die deutsche Volkswirtschaft sei robuster als die amerikanische: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. (© Foto: dpa)
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"Wir in Deutschland sind sehr stark darauf angewiesen, die gute Zusammenarbeit zwischen Politik, Bundesbank, den jeweiligen Bankenverbänden und Bankeninstituten so dicht zu halten, dass wir die Folgewirkungen minimieren können", sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Potsdam.
Folgen für die Realwirtschaft
"Wir haben es mit einer der größten Finanzkrisen in den letzten Jahrzehnten zu tun." Dass sie auch auf Deutschland ausstrahle, sei unverkennbar. "Auswirkungen auf die Realwirtschaft können nicht verleugnet werden."
Die deutsche Wirtschaft habe aber die Chance, besser durch die Krise zu kommen als die amerikanische. "Ich bin froh, dass es am Wochenende in den USA zu Maßnahmen gekommen ist, um diese krisenhaften Zuspitzungen einzudämmen", sagte Steinbrück.
Die notleidende US-Investmentbank Bear Stearns war von ihrem Konkurrenten JP Morgan mit Hilfe der US-Notenbank Fed übernommen und damit vor einem Zusammenbruch gerettet worden.
Die Krise hat nach Steinbrücks Worten ihren Ausgangspunkt zwar in den USA genommen, inzwischen aber auch andere Teile der Welt in Mitleidenschaft gezogen. Allzu große Ängste vor den Auswirkungen der Krise auf Deutschland versuchte Steinbrück zu dämpfen. Er sei aber weit davon entfernt, die Vorgänge zu verharmlosen.
Ackermann appelliert an Regierungen
"Die wichtige Nachricht ist, dass die deutsche Volkswirtschaft robuster aufgestellt ist als die amerikanische", sagte er. Nach wie vor seien die ökonomischen Fundamentaldaten in Deutschland in Ordnung. Daher bestehe Anlass zur Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft "diese krisenhafte Zuspitzung" zumindest besser überstehe als die amerikanische. Immerhin habe das bisherige Krisenmanagement in Kooperation von Politik, Bundesbank und Finanzwirtschaft gut funktioniert.
Steinbrück äußerte sich erstmals nach den Turbulenzen Ende vergangener und Anfang dieser Woche zur Finanzkrise und ihren Folgen. Am Vorabend hatte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann Regierungen und Zentralbanken zu "mutigen Schritten" gegen die Finanzmarktkrise aufgerufen. Regierungen müssten weltweit an einem Strang ziehen, um einen Teufelskreis zu verhindern, sagte Ackermann in Frankfurt.
Um in den Märkten wieder Vertrauen zu schaffen, bedürfe es einer konzertierten Aktion von Regierungen und Zentralbanken. Es müsse alles getan werden, um die Abwärtsspirale zu stoppen. Der Dax machte Dienstagfrüh sein 4,2-prozentiges Vortagsminus zur Hälfte wieder wett.
- Finanzkrise "Das Feuer breitet sich aus" 18.03.2008
- Fed-Hilfsaktion in Finanzkrise Notenbank als Nothelfer 17.03.2008
- Bear-Stearns-Aktionäre Proteste gegen Ausverkauf 18.03.2008
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- Finanzkrise Appell an die US-Regierung 18.03.2008
(sueddeutsche.de/Reuters/jkr/mel)
Christopher Lee zum 90.
...weiter das Volk belogen und BETROGEN!
Erst pressen die Banken den Kunden aus: Hohe Schuld- und Kontokorrentzinsen, geringe Guthabenzinsen, riskante Gewinnanleihen für die wenigen die es sich leisten können, Entlassungen von Mitarbeitern damit die Renditen stimmen, "Peanuts" über die ehrliche Handwerksbetriebe und deren Familien pleite gehen, horrende Managergehälter......
...... und nun sollen die derart Gebeutelten mittels ihrer sauer verdienten und zwangseinbehaltenben Steuergelder diese Banken stützen????????
Ich bin dafür, ruhig auch mal ein oder mehrere Banken über die Wupper springen zu lassen, mit all den negativen Konsequenzen. Aber dann keine Jobs und millionenstarke Abfindungen für die Chefstrategen!!!
Wenn der von den Bankern oft so arg beschimpfte Staat nun mit unseren Steuergeldern einspringt, bekommen wir, so bald es den Banken wieder gut geht, dass oben beschriebene Szenario als Dank zurück.
NEIN DANKE!
zeigt sich momentan wohl nicht von seiner angenehmsten Seite. Bin mal gespannt wie das Berliner Marionettentheater jetzt aufspielt.
Vielen Dank für den Hinweis auf die Steinbrück-Rede mit vermutetem Wortlaut!
Nachdem man diese hochinteressante Rede dort zu Ende gelesen hat wird man unweigerlich nachdenklich, den Herr Steinbrück bechreibt die gefühlte Ist-Realität.
Um so bedauerlicher finde ich es in diesem Zusammenhang, dass unsere Politiker
aus CDU/CSU und SPD diese "gesellschaftliche Schieflage" seit der Wende aktiv
begleitet und gefördert haben - sie begannen nämlich egoistisch zu partizipieren!
Das macht nämlich auch das Unverständnis und die Enttäuschung bei Mitgliedern
und Wählern unserer Volksparteien aus, die Parteien haben selber den Pfad der
Tugend verlassen - und wurden zu Handlangern privater Interessengruppen ...
Wenn es schief geht, ist der Bürger zum Zahlen der Zeche gut genug. Vorher galt doch die Devise:"Alles regelt der Markt". Die Manager, die jetzt u.a. durch Wetten -man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen- ihre Banken, Fonds an die Wand gefahren haben, waren diejenigen, die vor nicht mal einem Jahr vom deutschen Arbeitnehmer klar verlangten, dass er sein Einkommen beschneide, damit der Wirtschaftsstandort lukrativ bliebe. Diese herrn zockten gleichzeitig mit ungeheuren Summen im großen Spielcasino.
Durch ihre Schuld verteuern sich Preise von Rohstoffen und nicht durch Tornados, geplatzte Ölleitungen oder weil plötzlich Chinesen den Milchmarkt leerkauften. Man wettete einfach auf ein Produkt und verteuerte künstlich den Preis. Diese Verhalten schadet allen Bürgern weltweit. Es gereicht einer kleinen Geldelite zum Vorteil, die sich jetzt verzockt hat und nun nach dem Staat ruft.
Wenn wir bürger nun schon für diese raubritter haften sollen, dann muss man zwangsläufig auch den Staatskapitalismus einführen, damit wir nicht in wenigen Jahren wieder mit solchen Zockern zu tun haben.
Richtig!!!
Das ist wirklich so!
Paging