Denn trotz der zunehmenden Serienproduktion ist die Technik für ein Niedrigenergiehaus immer noch teuer. Tomislav Kovacevic geht von 350.000 bis 400.000 Euro für ein Haus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche auf zwei Stockwerken aus. "Der Quadratmeter kostet mehr als das doppelte als im sozialen Wohnungsbau, das ist momentan schon jenseits der Schallmauer", räumt er ein.

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Doch langfristig könne sich die Investition trotzdem lohnen, schließlich sparen die Besitzer nicht nur Energiekosten und könnten zudem durch die Einspeisung von Solarstrom Geld verdienen. "Ein Plus-Energie-Haus hat auch einen höheren Wiederverkaufswert", sagt Kovacevic. Und Hauser betont, dass der typische kompakte Baustil die Baukosten wiederum senke.

Deutsche Bank saniert auch

Nicht nur Privathäuser werden inzwischen energieeffizient gebaut oder saniert. "In Braunschweig hat eine Fabrik alle Register gezogen", berichtet Hauser. "Sie produziert so viel Strom, dass ihr Energiebedarf gleich Null ist." Eines der ersten Geschäftshäuser in Passivbauweise steht in Bautzen, dort ist ein Sportgeschäft eingezogen. Und die Deutsche Bank lässt ihre Frankfurter Konzernzentrale für 200 Millionen Euro sanieren, um die Hälfte der bisherigen Energiekosten einzusparen.

"Die Menschen sind aufgewacht", sagt Hauser. Diesen Geisteswandel will er weiter vorantreiben. In München rüstet sein Lehrstuhl gerade eine Schule zur Plus-Energie-Schule auf. "Die Schüler werden so von Anfang an für das Thema sensibilisiert und merken, dass es toll ist, in einem solchen Gebäude zu lernen und zu arbeiten."

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  1. "Die Menschen sind aufgewacht"
  2. Logische Weiterentwicklung der Öko-Architektur
  3. Sie lesen jetzt Teure Technik
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(SZ vom 25. 3. 2009/als)