Während sich die SPD entschieden hat und die Pendlerpauschale wieder einführen will, herrscht in der Union noch Uneinigkeit. Zwei CDU-Ministerpräsidenten stehen sich gegenüber: Christian Wulff und Günther Oettinger.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) drängt in der Debatte über die Pendlerpauschale auf eine schnelle Wiedereinführung.

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Kommt die Pendlerpauschale oder nicht? Viele Autofahrer würde es freuen. Doch in der Union herrscht Uneinigkeit. (© Foto: AP)

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"Die Große Koalition muss sich jetzt schnell über eine Pendlerpauschale bereits ab dem ersten Kilometer von rund 25 Cent pro Kilometer ab dem 1. Januar 2008 verständigen", sagte Wulff der Bild-Zeitung.

Dies sei für ein Flächenland wie Niedersachsen von "besonderer Bedeutung". Die Landesregierung sei "zu gewissen Einnahmeausfällen" bereit. "Fahrtkosten zur Arbeit müssen für alle gleich absetzbar sein, um vor den Gerichten bestehen zu können", sagte der CDU-Politiker.

Wulffs baden-württembergischer Amtskollege Günther Oettinger (CDU) sieht hingegen derzeit keinen Grund für eine Reform. Oettinger sagte der Frankfurter Rundschau, Bundesfinanzminister Peer Steinbrück habe seinerzeit die Kürzung der Pendlerpauschale in die Beratungen eingebracht und Union und SPD hätten diese gemeinsam beschlossen. Er sehe "keinen Grund, davon abzurücken", erklärte Oettinger.

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, forderte im Kölner Express angesichts der steigenden Benzinkosten eine Anhebung der Pauschale auf mindestens 35 Cent pro Kilometer.

Der Vorstoß zur erneuten Reform bei der Kilometerpauschale war von SPD-Finanzpolitikern gekommen. Sie wollen die seit Januar geltende Kürzung rückgängig machen.

Von 2008 an soll sie wieder vom ersten Kilometer an gezahlt werden, allerdings dann jeweils nicht mehr 30 Cent, sondern maximal 20 bis 25. Momentan erhalten nur noch Fernpendler die Pauschale vom 21. Kilometer an. Einige Gerichte äußerten jedoch Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Regelung. Das letzte Wort hat nun das Bundesverfassungsgericht - es entscheidet voraussichtlich 2008.

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(dpa/AP/AFP/gba/gal)