Große Klappe war gestern: Der Chef des Autokonzerns will retten, was zu retten ist. Verzweifelt beschwört er die Kunden: "Toyota-Autos sind sicher, Glauben Sie mir!".
Zum ersten Mal seit Beginn der Pannenserie beim Autobauer Toyota hat sich Konzernchef Akido Toyoda zu Wort gemeldet. Toyoda räumte "Wir haben ein riesiges Problem, wir befinden uns in einer Krise." Er sei "tief betroffen" angesichts der technischen Schwierigkeiten und der Besorgnis der Kunden, die durch die Rückrufaktionen weltweit ausgelöst worden sei.
Seit Wochen schockiert Toyota mit immer neuen Sicherheitspannen bei seinen Autos. Der Konzern-Chef bittet nun um das Vertrauen der Kundschaft. (© Foto: AP)
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Auch bei den Toyota-Anteilseignern entschuldigte sich der Enkel des Konzerngründers. Innerhalb der letzten beiden Wochen war die Aktie um gut 20 Prozent eingebrochen. Toyoda appeliert an das Vertrauen von Autokäufern und -besitzern: "Glauben Sie mir! Die Autos von Toyota sind sicher".
Toyota hat bereits rund 4,5 Millionen Fahrzeuge wegen eines möglicherweise festhängenden Gaspedals in die Werkstätten gerufen, darunter mehr als 215.000 Autos in Deutschland.
In dieser Woche wurden zudem Probleme mit Bremspedalen beim beliebten Hybrid-Modell Prius bekannt. Toyota untersuche Lösungswege für diese Probleme beim Prius, sagte Toyoda.
Nationale Angelegenheit
Autofahrer und Politiker verlangen eine schnelle Aufklärung. Auch in Japan wächst der Druck auf das Unternehmen. Längst hat sich der Fall Toyota zu einer nationalen Angelegenheit entwickelt. In einer für japanische Verhältnisse ungewöhnlich offenen Kritik warf Transportminister Seiji Maehara dem Konzern wegen der Prius-Probleme einen Mangel an Kundenorientierung vor.
Und Außenminister Katsuya Okada ließ sich am Freitag mit den Worten zitieren: "Natürlich, diplomatisch, ist das keine Angelegenheit eines einzelnen Unternehmens. Das ist ein Problem für die gesamte japanische Autoindustrie sowie für das Vertrauen in japanische Produkte."
Die Zeit für Toyota drängt: Längst laufen in den USA die ersten der gefürchteten Sammelklagen gegen das Unternehmen. Und jeden Tag graben Zeitungen neue Geschichten über Unfälle aus - vielfach mit tödlichem Ausgang.
19 Tote bringt die US-Behörde für Verkehrssicherheit mit dem ungewollten Beschleunigen von Toyota-Autos in Verbindung. Am 25. Februar muss sich der Konzern deshalb vor einem Ausschuss des Kongresses verantworten. Die Kernfrage: Seit wann wusste Toyota von den Problemen und was hat das Unternehmen unternommen, um sie zu beseitigen?
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(sueddeutsche.de/dpa/jcb/tob)
Debatte über Urheberrecht
das macht den Motor auf Grund der Elektronik beim Automatikgetriebe ganz aus.
Ich hab da mal ne Frage an einen Automobil-Experten:
Wenn das Gaspedal festhängt, dann genügt doch einfaches Auskuppeln (bzw. bei Automatik-Getriebe den Wählhebel auf N stellen), um das Auto zum Stillstand bringen zu können. Oder??
Auf Grund der Drehzahlbegrenzung im Motormanagement geht dann noch nicht einmal der Motor kaputt, sondern läuft lediglich auf Höchstdrehzahl, bis ich (inzwischen zum Stehen gekommen) den Zündschlüssel nach links drehe. Oder??
Wieso dann diese ganze Aufregegung bei Toyota?
Offensichtlich nur, weil viele Amerikaner trotz Führerschein nicht Auto fahren können.