Besser zweimal hinschauen: Wer online überweist und eine falsche Kontonummer angibt, ist sein Geld los. Denn die Bank muss Empfängernamen und Kontonummer nicht abgleichen.
Wer eine Überweisung per Online-Banking tätigt und dabei eine falsche Kontonummer angibt, hat keinen Anspruch auf Rückerstattung des fehlgeleiteten Betrages. Denn im beleglosen Online-Überweisungsverkehr muss die Empfängerbank keinen Abgleich zwischen der Kontonummer und dem Namen des gewünschten Empfängers vornehmen, stellte das Amtsgericht München klar.
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Wer bei der Online-Überweisung falsche Daten angibt, ist schnell sein Geld los. (© Foto: ddp)
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In einem solchen Fall sei die Empfängerbank vielmehr berechtigt, die ihr von der überweisenden Bank übermittelten Daten ausschließlich aufgrund der Kontonummer auszuführen. Die Benutzung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs mit all seinen Vorteilen beinhalte auch den Verzicht auf einen solchen Abgleich (Az.: 222 C 5471/07), so das Urteil des Gerichts.
Gläubiger kann aufatmen
Im konkreten Fall hatte ein Schuldner auf das Girokonto seines Gläubigers online 1800 Euro überweisen wollen, doch die versehentlich falsch angegebene Kontonummer gab es tatsächlich - sie gehörte einer Frau. Diese verbrauchte das Geld und konnte es anschließend, weil sie in finanziellen Nöten steckte, nicht mehr zurückzahlen. Das wollte der Mann, der das Geld eigentlich bekommen sollte, nicht hinnehmen. Er verklagte seine Bank, die dafür keine Verantwortung übernehmen wollte, auf Schadenersatz, scheiterte damit aber vor Gericht.
Dennoch kann der Gläubiger aufatmen: Denn sein Anspruch auf Zahlung gegenüber seinem Kunden bestehe weiter, betonte das Gericht. Der Kunde müsse also erneut 1800 Euro zahlen. Allerdings sei er ja auch derjenige gewesen, der den entscheidenden Fehler gemacht habe, wurde in der Mitteilung des Gerichts betont. Wegen der desolaten Finanzsituation der Frau könne er auch nicht erwarten, von ihr das Geld doch noch zurückzubekommen.
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(sueddeutsche.de/dpa/jkf/jkr)
Moderne Verwaltung
Ich bin nicht bei der HVB, sondern bei einer anderen großen deutschen Bank. Dort gibt es ein ähnliches Verhalten, aufgrund dessen ich momentan weitgehend zu einer Direktbank gewechselt bin.
Zu Erstens: Ist mir ähnlich gegangen. Wir wollten nach Südafrika und als "Startkapitel" die 1000 Rand pro Person umtauschen, die man einführen darf. (Also 2000 Rand, was damals ca. 250 Euro entsprachen). Da ging kein Weg rein. Dies müsste man bestellen - dies sei vom Kurs ungünstig für uns - und wozu, schließlich gibt es in Südafrika Geldautomaten, das sei auch günstiger für uns und wir sollten diese dort nehmen. Noch einiges diskutieren half nicht. Direktbank: kein Problem. Ein Anruf und zwei Tage später war das Geld da.
Nebenbei: Wir hätten uns in Johannesburg am Flughafen ca. eine Stunde in einer Warteschlange anstellen dürfen. Geldautomaten gibt es in Südafrika, nur wird von deren Benutzung von Reiseleitern allgemein abgeraten, da viele manipuliert sind.
Tagesgeld: Ging mit ähnlich, als ich nachfragte. Das Ziel war, einen Betrag zu parken, weil ich wußte, dass ich ihn an einem bestimmten Tag brauchte. Man bot mir Aktienfonds an, die ich ja mit zwei Tage Frist verkaufen könne. Gut und schön - nur dürfte aus den Worten "benötige" und "Tagesgeld" hervorgehen, dass ich hier nicht spekulieren will.
Nunja, wegen des Thema Tagesgeld bin ich dann bei einer Direktbank angekommen. Nachdem ich ohnehin alles selber mache, war der Schritt dann nicht so schwer. Dort habe ich zwar offiziell keinen direkte Kundenbetreuen, aber den habe ich bei meiner alten Bank trotz horrender Gebühren auch nicht. Mittlerweile bin ich dann auch mit meiner Baufinanzierung usw. dorthin. Man hat zwar keinen Schalterbetreuer, aber Telefon- und Internetbanking klappen wunderbar. Bei Briefen ist die Antwortzeit im kürzer als 1 Woche. Dazu gibt es ein kostenloses Depot mit vertärglichen Transaktionsgebühren.
Als letzten Gag hat meine früher Hausbank sich jetzt in ein Kundencenter "umgebaut". Es gibt keine Schreibtisch mehr, sondern Stehschalter. Ist wie in der Kneipe. Außer: man steht 20 Minuten an, wenn man mal wirklich was will. Und für jeden nicht klitzekleinen Aufwand darf man einen Termin vereinbaren.
JA die Hypo muss schon derb mit den Kunden umspringen, nur ist genau das Thema angesprochen.
Warum sollen Bankeschäfte umsonst gemacht werden? Das Geld wird doch dann eh über den Vertrieb versucht hereingeholt zu werden.
Dann doch lieber ne Gebühr im Monat, dabei alles frei und nicht ständig jmd. am Telefon wegen einer Versicherung..;)
Mein Eindruck ist seit langem, dass insbesondere die HypoVereinsbank ihre Kunden lediglich als lästige Bittsteller betrachtet oder diese regelrecht abzockt. Ein paar Beispiele:
Erstens:
Vor meiner letzten Reise wollte ich bei der HypoVereinsbank einen Betrag von 50 EUR als Handgeld in kroatische Währung wechseln lassen. Dies sei nicht möglich, erklärte man mir, da diese Währung nicht vorrätig sei und erst Beträge ab 250 EUR bestellt würden.
Ich bin dann zur Raiffeisenbank gegenüber und wollte wissen wie dort verfahren würde. Der Mindestbetrag, den man bestellen könnte, sei 50 EUR, gab man mir Auskunft. Aber nur für Kunden der Raiffeisenbank.
Zweitens:
Letztes Jahr habe ich wie jedes Jahr, wenn ich ins Ausland fahre, eine private Auslandskrankenversicherung abgeschlossen. Bisher lief diese immer ein Jahr, dann war Schluss. Als ich mir dann zuhause das Kleingedruckte durchlas, bemerkte ich, dass sich der Vertrag automatisch verlängert, wenn man nicht von sich aus kündigt. Kein Wort davon bei Vertragsabschluss in der Bank.
Drittens:
Bisher erledigte ich meine Überweisungen bei der HypopVereinsbank per Telefonbanking (die Zeiten als einem der Bankmitarbeiter diese am Schalter ausfüllte sind ja sowieso längst vorbei, spätestens als man als "Gegenleistung" dann pro Quartal, in dem man diese Dienste in Anspruch nahm, Kontoführungsgebühren zahlen musste). Da für das Telefonbanking die Telefongebühren immer höher wurden, wechselte ich notgedrungen zum Onlinebanking. Das Risiko von irgendwelchen Hackern ausspioniert und geschädigt zu werden, trage natürlich ich als Kunde.
Viertens:
Anlage auf Tagesgeldkonten bei der HypoVereinsbank. Geht nicht mehr. Stattdessen hat man Wertpapiere zu kaufen, die dann auf einem Depot landen, für das man natürlich wieder extra Depotgebühren zahlen muss. So wird das Ganze - wenn man Glück hat - wieder zum Nullsummenspiel, ansonsten zahlt man noch drauf.
Ich werde, spätestens im Herbst, wenn ich weiß, ob ich in eine andere Stadt ziehen werde oder nicht, mein Konto / Depot bei der HypoVereinsbank auflösen, da sie anscheinend sowieso keinen Wert mehr auf "normale" Kunden mehr legen. Leider habe ich das Gefühl, dass dieses Verhalten nicht nur bei der HVB mittlerweile Alltag geworden ist.
Naja ich zahle meine 4 im Monat und da ist es dann egal wie ich was mache...beleghaft oder beleglos...
Und wenn jede Überweisung überprüft wird, die meisten sind bestimmt noch mit Belegen, dann würde das, Software hin oder her, nur am Ende uns Kunden teurer kommen. (meine Meinung)
So lange überall diese 0 Konten angeboten werden, darf man sich doch dann nicht über diese Sachen aufregen. Irgendwo muss das Geld dafür gespart werden
Aha, Sie sind also unfehlbar oder tätigen nur eine Überweisung pro Monat.
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