Von Peter Horn

Das Comeback dieser Anlageform deutet die Branche als Zeichen wieder erstarkten Anlegervertrauens.

Inzwischen strotzen die offenen Immobilienfonds mit prall gefüllten Kassen und einer seit zwölf Jahren nicht erreichten Performance von fast sechs Prozent wieder vor Kraft. Anscheinend unbeeindruckt von der Finanzkrise.

Offene Immobilienfonds investieren zunehmend international - etwa auch in Hongkong. (© Foto: Reuters)

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Ehemalige Sorgenkinder, wie der aus dem Grundbesitz Invest hervorgegangene Grundbesitz Europa der Deutschen Bank Tochter Rreef, erwirtschaften inzwischen zweistellige Renditen. Noch zum Jahreswechsel 2005/2006 hatte der Fonds kurzzeitig schließen und die Anteilsrücknahme aussetzen müssen.

Das Vertrauen der Anleger kehrt zurück. Zwar blieb mit dem 2007 verabschiedeten Investmentänderungsgesetz die große Transparenzinitiative aus, einige Punkte wurden aber verbessert. So sind die Fonds beispielsweise angehalten, ein neues System zur Risikoüberwachung aufzubauen. Zudem agieren die Fonds schon allein aus Imagegründen wesentlich offener als noch vor Jahren.

Laut Statistik des Bundesverbandes Investment und Assetmanagement (BVI) verzeichneten die offenen Immobilienfonds im Jahr 2007 etwa sechs Milliarden Euro Überschuss an frischen Anlegergeldern, nachdem im Jahr zuvor per Saldo noch fast acht Milliarden Euro abgezogen worden waren.

Gutes Risiko-Rendite-Profil

Nach Ansicht des Geschäftsführers der Morgan Stanley Real Estate GmbH, Walter Klug, haben die Mittelzuflüsse des Jahres 2007 mehrere Gründe. "Die Branche ist gestärkt aus der Krise hervorgegangen und hat das Anlegervertrauen zurückgewonnen. Das ist vor allem auch auf die verbesserte Transparenz in der Berichterstattung vieler offener Immobilienfonds zurückzuführen", sagt Klug.

Ein weiterer wesentlicher Punkt, der die Fonds nun attraktiver mache, sei die internationale Ausrichtung. Noch bis 2004 waren sie weitestgehend in Deutschland investiert. Die Streuung der Investments auf verschiedene Länder und unterschiedliche Nutzungsarten minimiere nun länder- und marktspezifische Risiken beträchtlich. "Offene Immobilienfonds haben ein für die langfristige Anlage gutes Risiko-Rendite-Profil. Sie erwirtschaften stabile Erträge, die Fondsanteile unterliegen kaum kurzfristigen Wertschwankungen und können grundsätzlich börsentäglich erworben oder verkauft werden", sagt Klug.

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