Scharfe Kritik an der Opec: Die Organisation habe die Kontrolle über den Ölpreis verloren, erklärt der Chef des russischen Energiegiganten Gazprom, Alexej Miller.

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat nach Meinung von Gazprom-Chef Alexej Miller ihren Einfluss auf den Ölpreis verloren.

Gazprom-Chef Alexej Miller erwartet Öl- und Gaspreise auf völlig neuem Niveau. (© Foto: AFP)

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Die Preise für Öl und Gas würden auf ein "völlig neues Niveau" steigen, sagte der Chef des russischen Energiegiganten der Financial Times.

"In der letzten Zeit wurde keine einzige Entscheidung (bei der OPEC) getroffen, die den weltweiten Ölmarkt wirklich beeinflusst hätte." Am Donnerstag war der Ölpreis erstmals über die 140-Dollar-Marke gestiegen.

Miller hatte bereits Preise von 250 Dollar pro Barrel(159 Liter) für das nächste Jahr vorausgesagt.

Miller sagte, dass Gazprom in den kommenden Jahren, nicht nur eines der größten Unternehmen der Welt, sondern auch das einflussreichste im Energiesektor sein werde.

Ziel sei eine Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar (634 Mrd Euro). Ausländische Unternehmen sollten in Russland nur an der Seite von staatlich kontrollierten Firmen wie Gazprom investieren, betonte der Miller.

Als strategisch interessantes Geschäftsfeld nannte er Nordamerika.

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(sueddeutsche.de/dpa/jkr)