Zwangsverstaatlichung, Pleiten und ein milliardenschweres Rettungspaket: Nicht nur die Börsen, auch die Investoren am Ölmarkt sind hochgradig nervös - der Preis geht heftig rauf und runter.
Die Märkte sind nervös: Nicht nur an den Börsen geht es heftig rauf und runter, auch am Markt für Rohstoffe sind die Anleger beunruhigt. Insbesondere der Ölpreis erlebte kürzlich eine regelrechte Berg- und Talfahrt: Am Montag hatte er noch einen Höhenflug absolviert, am Dienstag sanken die Notierungen wieder. Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Teurer Schmierstoff der Wirtschaft: Ölfässer im Hamburger Hafen. (© Foto: dpa)
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Was bewirkte am Montag den steilen Preisanstieg beim Öl?
Nachdem bereits die Wertpapierbörsen am Freitag das 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket der US-Regierung für die Banken mit steigenden Kursen gefeiert hatten, jubelten am Montag die Rohstoffbörsen. Die Geldspritze könnte dazu führen, dass die Weltwirtschaft nun vielleicht nur eine konjunkturelle Delle erleidet, aber keine Rezession, so die Hoffnung der Anleger. Das würde die Nachfrage nach Öl steigern. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der Marke WTI schoss daraufhin am Montag in New York zeitweise um mehr als 25 Dollar nach oben auf 130 Dollar. Das war der höchste Anstieg an einem Handelstag in der Geschichte der US-Börse. Hinzu kam, dass der Dollar an Wert verlor. Anleger zogen daher Geld aus Dollar-Anlagen ab und investierten es in Öl. Das verschärfte den Preisanstieg noch.
Gab es noch weitere Einflüsse?
Ja."Ein erheblicher Teil des Anstiegs", so Jens Herdack von der Weberbank, hätte damit zu tun, dass ein Rohölfuture am letzten Handelstag auslief. Mit einem solchen Vertrag spekulieren Investoren auf den Ölpreis. In den Tagen zuvor hatten offenbar einige Investoren auf sinkende Ölpreise gesetzt. Als sich am Montag die Richtung drehte, mussten sie schnell Future-Papiere zurückkaufen - und verstärkten so den Aufwärtstrend.
Wie reagierte der Ölpreis am Dienstag?
Wie fast immer bei so rasanten Preisanstiegen binnen kürzester Zeit kam auch beim Öl am Dienstag prompt die Gegenreaktion: Von "Gewinnmitnahmen" sprach Dora Borbély von der Deka-Bank. Der Preis für den Rohstoff sank zunächst an den asiatischen Börsen und in London. Und auch im frühen New Yorker Handel fiel der Preis je Fass WTI auf 107 Dollar. Immer mehr Marktteilnehmer zweifelten am Erfolg des US-Rettungspakets für die Banken, so Händler.
Lesen Sie weiter: Wie sich der Ölpreis entwickeln könnte.
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Venizelos kritisiert IWF-Chefin
An der Tanke kostet der Sprit seit Wochen etwa das gleiche. Und es ist sicher, daß die Preise sich nicht nach unten entwickeln werden. DAS nenne ich Konstanz....
ich vermute nur, dass es dafür einen anderen Grund gibt. Die Menge an verfügbarem Kapital. Kapital soll sich aus sich selbst heraus vermehren, es ist also die "eierlegende Wollmilchsau". Wenn man Kapital hat, legt man es an und hat nach einer Zeit X um Y mehr Kapital.
Dieses Kapital verschwindet nicht, sondern wird nur umverteilt. Somit sind die 700 Milliarden auch nur für die die ihr Kapital an andere "verloren" haben.
Wenn man nur wenige Jahre ansetzt gab erst die dot.com Blase und nun die Immobilienblase. Daneben noch ein paar Hypes und Rallies.
Es sieht so aus, als ob Märkte FÜR das Kapital geschaffen würden, um dessen Anspruch auf Vermehrung zu befriedigen.
Dann, wenn die Realität diese Märkte erreicht, kollabieren diese und das Kapital wandert weiter. So wie nun für ein paar Tage in Öl.
Wahrscheinlich werden wir nun eine Periode von kurzen Sprüngen erleben wobei das Kapital in Rohstoffe und Nahrungsmittel gepumpt wird, da die wirklich unverzichtbar für die Realität sind. Diese werden sich also wahrscheinlich verteuern, um die notwendige Rendite zu erzielen.
Solange bis eine neuer Blasenmarkt gefunden wird. Derweil steigt das Kapital aufgrund seiner "eierlegenden Wollmilchsau" Eigenschaft weiter an, womit auch die subsequenten Blasen grösser werden.
... nicht auf Öl spekulieren, dann sinkt der Ölpreis (;-)).