Zocken ohne Gnade: Mit waghalsigen Spekulationen treibt ein Broker den Ölpreis auf ein Jahreshoch - sehr zum Ärger seines Arbeitgebers.
Wie jeden Morgen herrscht reger Betrieb vor dem Büro der Londoner Ölhandelsfirma PVM Oil Futures Ltd. in der Jermyn Street unweit des Piccadilly Circus. Doch die jungen Broker geben sich wortkarg. "Kein Kommentar", wehrt ein Anzugträger Fragen ab.
Öl-Händler in New York: Ein Broker kann einen ganzen Markt durcheinanderbringen. (© Foto: AP)
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PVM ist in einem der größten Handelsskandale mit Rohstoffen verstrickt. Jetzt wurde bekannt, dass ein PVM-Broker am Dienstag dieser Woche offenbar Öl-Terminkontrakte im erheblichen Umfang gehortet hatte. Dabei soll es mindestens um sieben bis zehn Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) Öl gegangen sein. Das ist eine gewaltige Menge, die etwa der täglichen Ölproduktion Saudi-Arabiens entspricht. Die Folge: Am selben Tag sprang der Ölpreis an den internationalen Rohstoffbörsen um zwei Dollar nach oben.
Es seien nicht autorisierte Handelsaktivitäten eines Brokers gewesen, erklärte PVM-Chef Robin Bieber. Man habe die Transaktionen sofort gestoppt, obgleich das Unternehmen einen Verlust von zehn Millionen Dollar hinnehmen musste, so Bieber.
Wetten auf Preise
Der beschuldigte Händler, dessen Name Medienberichten zufolge mit Steve Perkins angegeben wird, muss jetzt mit einer hohen Geldstrafe und einem Berufsverbot rechnen. Er soll das Unternehmen bereits verlassen haben. PVM erklärte sich bereit, mit der britischen Finanzaufsichtsbehörde Financial Services Authority (FSA) bei den anstehenden Ermittlungen zusammenzuarbeiten.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf das internationale Rohstoff-Monopoly. Spekulationsgeschäfte treiben den Ölpreis immer wieder nach oben. Das Nachsehen hat der Verbraucher, der für das schwarze Gold trotz eines derzeit großen Marktangebots überhöhte Preise zahlen muss. Noch ist nicht klar, ob der PVM-Händler auf eigene Faust agierte, oder aber im Auftrag von Kunden. Öl ist einer der am meisten gehandelten Rohstoffe an den internationalen Rohstoffbörsen London Intercontinental Exchange (ICE) und Nymex in New York.
Gehandelt wird mit der angenommenen Nachfrage von morgen. Es sind Wetten auf steigende oder fallende Preise. Diese Spekulationsgeschäfte wirken dann auf die Preise an den internationalen Spotmärkten zurück, wo kurzfristig Rohöl oder Mineralölprodukte gehandelt werden.
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und für viel Geld in den Kassen der Verräter.
Die Statements des Arbeitsgebers sind doch nur äußerlich, in Wirklichkeit sind sie es, die den Brokern dafür ihre Bonuszahlungen als Provision bezahlen. Und die Weltöffentlichkeit ist machtlos, weil die Regierenden gieriig zuschauen, ob für sie etwas abfällt. Dass die Weltwirtschaft so zugrunde geht, wen interessiert das.
sind deshalb so beliebt, weil in den wenigsten Fällen der Spekulant das eigene Geld und das eigene Vermögen einsetzt, sondern in der Regel das Geld und Vermögen seines Arbeitgebers oder seiner Kunden.
Frei nach dem Motto "Mit fremden Geld ist gut wirtschaften" wird nach Herzenslust gespielt. Geht´s gut, rühmt sich der Akteur, geht´s schief muß er nur die passenden Entschuldigungen parat haben.
"absicherungsgeschäft im rohstoffbereich haben lange tradition,können auch sinnvoll sein,"
können Sie lesen? Wenn ja, bitte noch mal mit dem SZ Bericht anfangen. Dort steht nichts von "Absicherungsgeschäft". Statt dessen ist von Spekulation die reden. Die gesamtwirtschaftlichen Schäden (siehe Ölpreisentwicklung 2008) übersteigen die Vorteile bei weitem. Das lässt nur einen Schluss zu:
Spekulationsgeschäfte mit Rohstoffen verbieten. Strafrechtsänderung mit der Möglichkeit Spekulanten lebenslang zu inhaftieren.
was glauben sie würde passieren ,wenn es die geschäfte nicht gäbe! und morgen würde
jemand sagen der rohstoff öl reicht noch zb. für ein jahr!
absicherungsgeschäft im rohstoffbereich haben lange tradition,können auch sinnvoll sein,
gegen ausfälle zb! und sie sensibilisieren,was man ja gerade bei dem immer weniger
vorhandenen rohöl gut sieht!
mfg
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