Eine ausführliche Energieberatung, wie sie zum Beispiel speziell ausgebildete Architekten oder auch Verbraucherzentralen anbieten, kann und soll der Kurz-Check allerdings nicht ersetzen, betont Weinzierl. Vielmehr gehe es darum, die "Hemmschwelle vieler Hausbesitzer zu senken". Die Idee sei "grundsätzlich nicht schlecht", findet auch Hanno Lang-Berens, Energieexperte der Verbraucherzentrale Bayern.

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Dennoch rät auch er Hausbesitzern dringend, sich zusätzlich einen professionellen Energieberater ins Haus zu holen. Dieser nimmt sich mehrere Stunden Zeit für seine Analyse, erstellt in der Regel ein ausführliches Gutachten, zeigt darin konkrete Maßnahmen für die energetische Sanierung auf und kalkuliert schließlich Kosten sowie Einsparmöglichkeiten durch. "Außerdem kann er bei der Auswahl der Handwerksfirmen helfen, der Handwerker selbst wird wohl kaum seine Konkurrenz empfehlen", sagt Berens. Für die Energieberatung verlangt der Profi zwar ein Honorar, das wird zum Teil aber vom Staat bezuschusst.

Offenbar keine Verkaufsgespräche

Bundesweit sind nach DBU-Angaben bereits 8500 Handwerker im Kurzcheck-Einsatz; in fast allen Bundesländern ist das Netz dicht geknüpft. Nur in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt gibt es noch einige weiße Flecken; diese sollen aber im Sommer von der Landkarte verschwinden. Informationen gibt es unter www.sanieren-profitieren.de.

Die DBU schätzt, dass mittlerweile 50.000 Hausbesitzer die Kurzchecks in Anspruch genommen haben. Eine Studie unter 250 Hausbesitzern ergab nach DBU-Angaben, dass 90 Prozent der Befragten mit dem Check zufrieden oder sogar sehr zufrieden waren. "Zuletzt wurde oft unterstellt, der Handwerker würde nicht richtig beraten, sondern nur verkaufen wollen", sagt Weinzierl. "Tatsächlich zeigt die Befragung aber, dass die Hausbesitzer sich gut beraten fühlten - und der Check nicht dazu benutzt wurde, ein Verkaufsgespräch anzuzetteln."

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(SZ vom 03. 06. 2009 /als)