Schwarz auf weiß: 85 Prozent der Deutschen fühlen sich nicht ausreichend mit Aufbau und Funktion des Energieausweises vertraut.
Wenige Tage vor der Einführung des Energieausweises offenbart eine neue Umfrage dringenden Aufklärungsbedarf: Laut einer Studie des Internetportals ImmobilienScout24 gaben 84,9 Prozent der Befragten an, dass der Energieverbrauch des von ihnen bewohnten Gebäudes für sie wichtig sei, aber nur 14,6 Prozent der Bevölkerung fühlen sich ausreichend mit Aufbau und Funktion des Energieausweises vertraut.
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Der Energieausweis soll Käufern und Mietern einen schnellen Überblick über den energetischen Zustand des Gebäudes geben. (© Foto: Dena)
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Darüber hinaus geht gut jeder Zweite (53,5 Prozent) davon aus, dass die Angaben aus dem Ausweis die Wahl der nächsten Wohnung beeinflussen werden.
Nur 13,2 Prozent besitzen Energieausweis
Obwohl der Energieausweis ab Juli 2008 verpflichtend für alle Wohngebäude ist, die vor 1965 errichtet wurden, verfügen aktuell nur die wenigsten Wohnimmobilien über ein solches Dokument: Gerade einmal 13,2 Prozent der Befragten gaben an, dass das Haus, in dem sie leben, einen Energieausweis hat.
Verbrauchsorientierte Energieausweise sind dabei fast doppelt so häufig verbreitet wie bedarfsorientierte. Mehr als die Hälfte der Deutschen (54,7 Prozent) wohnt in einer Immobilie ohne Energieausweis; ein Drittel ist nicht einmal darüber informiert, ob für ihr Haus überhaupt ein entsprechendes Dokument vorliegt.
1017 Personen befragt
Zum Thema Energieausweis zeigen sich außerdem zwischen Mietern und Eigentümern große Unterschiede. So weiß fast die Hälfte aller Mieter (48,8 Prozent), aber nur 14,9 Prozent der Eigentümer, ob für ihr Haus bereits ein Energieausweis vorhanden ist. Für die Studie wurde eine repräsentative Stichprobe von 1017 Personen befragt.
Eigentümer von Häusern und Mietwohnungen, die bis Ende 1965 gebaut wurden, müssen ab 1. Juli einen Energieausweis vorweisen können. Ab 1. Januar 2009 sind auch die Eigentümer neuerer Wohngebäude in der Pflicht.
- Bis zu 15.000 Euro Bußgeld Die Ausweispflicht kommt 19.06.2008
- Bedarfs- oder Verbrauchsausweis Verwirrter Verbraucher 20.06.2008
- Contra Energieausweis "Der Energieausweis ist das falsche Instrument" 20.06.2008
- Pro Energieausweis "Für Mieter ist das Dokument eine Hilfe" 20.06.2008
- Im Rückblick Der Energieausweis 20.06.2008
(sueddeutsche.de/AP/jw)
Debatte über Urheberrecht
Eine effektivere Information des Käufers bzw. Mieters ist über die Verbräuche der letzten Jahre sowie die in der Zwischenzeit vorgenommenen baulichen Änderungen gegeben. Die Daten dazu liegen Eigentümern und insbesondere den Wohnungsbaugesellschaften wegen der jährlichen Abrechnungen und wegen der Aufbewahrungspflicht von Handwerkerrechnungen ohnehin vor. Speziell bei den großen Vermietern würden sich sogar die angeblich so verfälschenden Nutzergewohnheiten ausgleichen. Für übergreifende Statistiken könnte man diese Informationen an eine Bundesbehörde (Umweltbundesamt) weitergeben.
Der Käufer bzw. Mieter ist trotzdem nicht vor Überraschungen sicher. Wenn das theoretisch so sparsame Niedrigenergiehaus hauptsächlich mit Holz beheizt wird, kann der Verkäufer bzw. Vermieter dieses arglistig verschweigen. Aber das wird auch bei vorliegendem Bedarfsausweis passieren, nur die Kosten dafür waren höher.
Immerhin werden einige Berufsgruppen so besser ausgelastet.
Natürlich kann man sich die Parameter für den Verbrauchsausweis leicht zusammenstellen. Aus formalen Gründen sollte man sich noch einen besorgen. Der gilt dann erst einmal., und vielleicht braucht man später einen.
geht nicht. Mieter sind heute schnell bei Gericht. Wenn einem die Mülltonne nicht lecker gespült ist, sucht er sich was Übles, wie er der Oma, die das Haus vermietet, eins reinhauen kann.
Also. Nichts mehr vermieten!
Den Verbrauchsausweis, der zum Glück nicht kostenintensiv ist - kann man sich sparen. Dem Mieter oder Käufer kann man auch die letzten drei Verbrauchskostenabrechnungen vorlegen können. Schon hier werden von Brunata bereits seit Jahre Angaben gemacht, wie der Verbrauch im Vergleich zum Durchschnitt liegt - nichts anders ist der "verbrauchsorientierte Energieausweis"!
Der bedarfsorientierte Energieausweis ist genauso sinnlos, weil die Bestandsaufnahme des Objektes zum Teil nur ungenau durchgeführt werden kann. Die "Energieberater" erstellen den Ausweis aufgund von Unterlagen, die der Vermieter/Verkäufer zur Verfügung stellt oder führen eigene Recherchen am Objekt, wie folgt, durch: Im Jahre 1955 hat man normalerweise diese Baustoffe verwenden, zur Wärmedämmung haben wir leider keinen Einblick, wir müssten dann die Rigibsdecken öffnen - wir nehmen also folgende, damals übliche Wärmedämmung an und für die Wärmedämmung im Estrich bräuchten wir einen Röntgenblick .....
Prima - für die Energieberater.
Wohnungen und Häuser können Sie auch nach dem 1.7.2008 verkaufen und vermieten - kein Notar wird sie ohne Energieausweis nach Hause schicken!
Wikipedia liefert im Artikel 'Energieausweis' eine gute Darstellung. Beachten sollte man dabei auch den Punkt 'Der deutsche Energieausweis in der Kritik'.
ZITAT: Gleichzeitig ist aus Untersuchungen [2] bekannt, dass Bedarfsausweise tendenziell eine zu schlechte Bewertung von Gebäuden mit hohen Bedarfswerten ergeben. Wird bei Modernisierungsempfehlungen der tatsächliche Verbrauch außer Acht gelassen (für die Ermittlung hierzu besteht keine Pflicht), ergeben sich unhaltbare Einsparversprechen und falsche Rentabilitätsberechnungen. Für eine angemessene Beurteilung ist die Berücksichtigung des tatsächlichen Verbrauches unerlässlich.
Man sollte den Artikel lesen, so lange er noch veröffentlicht werden darf. Es ist leicht zu erkennen, wem der Energieausweis nutzt. Die Mieter, die Vermieter oder die Verkäufer gehören nicht dazu, sofern sie nicht finanziell am Energieausweis gewinnen.
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