Die neue Steuer auf Kapitalerträge schadet vor allem jenen Bürgern, die langfristig in Investmentsfonds anlegen.
Es wirkt schon ein wenig seltsam: Kaum ist die Abgeltungsteuer auf Erträge aus Kapitalanlagen beschlossene Sache, will sie keiner mehr haben. Seit Monaten erntet das Vorhaben nichts als Kritik. Der Steuersatz sei zu hoch, das Verfahren zu kompliziert, und überhaupt sei die ganze Sache ungerecht.
Die neue Abgeltungsteuer: Von Anfang 2009 an sollen Erträge aus Kapitalanlagen einheitlich besteuert werden mit einem pauschalen Satz von 25 Prozent. (© Foto: dpa)
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Dabei hatten fast alle Finanzexperten seit Jahren eine pauschale Besteuerung von Kapitalerträgen gefordert. Doch so, wie sie jetzt von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde, lehnen viele Anleger und Finanzdienstleister die Abgeltungsteuer ab - nicht so sehr das Vorhaben an sich, aber die konkrete Ausgestaltung.
Und das ist geplant: Von Anfang 2009 an sollen Erträge aus Kapitalanlagen einheitlich besteuert werden mit einem pauschalen Satz von 25 Prozent. Hinzu kommen anteilig der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer.
Soli und Kirchensteuer kommen oben drauf
Im Ergebnis entsteht so nach Angaben der Münchner Steuerberaterkanzlei Peters, Schönberger & Partner eine Belastung von etwa 27,8 Prozent (die Kirchensteuer beträgt in Bayern und Baden-Württemberg acht Prozent, sonst neun Prozent der Einkommensteuer).
Sparer, deren persönlicher Steuersatz niedriger ist, können dies auch künftig in ihrer Steuererklärung geltend machen.
Betroffen von der Abgeltungsteuer sind Kapitaleinkünfte, etwa in Form von Zinsen, Dividenden oder Erträgen aus Wertpapiergeschäften. Letztere Erträge können entstehen aus Zertifikaten (also Wertpapieren, mit denen man an der Kursentwicklung von Aktien, Indizes oder anderen Werten teilhaben kann), Investmentfonds oder auch bestimmten Kapitallebensversicherungen.
Die Finanzdienstleister behalten die Pauschalsteuer ein und führen sie an ihr Finanzamt ab. Die Steuerschuld des Anlegers ist damit abgegolten, daher auch der Name.
Beiträge in der Einzahungsphase steuerfrei
Nicht betroffen sind dagegen Altersvorsorge-Produkte wie die Riester-Rente oder die seit 2002 staatlich geförderten Betriebsrenten. Auszahlungen aus diesen Produkten müssen auch weiterhin im Rentenalter in voller Höhe mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden - dafür sind die Beiträge in der Einzahlungsphase steuerfrei.
Für die Bürger, die ihr Geld im Inland angelegt haben, wird die Abgeltungsteuer vieles leichter machen. "Zwar bekommen sie in Zukunft von ihrer Bank eine Abrechnung, die wahrscheinlich noch schwerer verständlich ist als bisher, aber sie müssen diese Zahlen nicht mehr mühsam in ihre Steuererklärung übertragen", sagt Johann Seipl von der Münchner Kanzlei Wannemacher & Partner.
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Bruce Springsteen in Frankfurt
«Auszahlungssumme = 150.000», da hat sich sicherlich der Druckfehlerteufel eingeschlichen, entweder eine Null zuviel oder es soll heißen 150.000,00
der vorher ein mittleres hatte.
zum beispiel weltweit anlegende fonds von den grossen bieten das.
fidelity (european growth war ganz gut), oder templeton growth von franklin templeton
oder sun life, oder pioneer, und noch son paar mehr
bei 100/monat und durchschnittlicher rendite 7%/Jahr gibts 116.000, bei 9% gibts 170.000 nach 30 jahren.
Das hat bisher meines wissens der templeton growth in den letzten 30 jahren sogar uebertroffen (klasse a anteile in dollar anlegend). die geben damit an sogar mehr als 12%/Jahr gemacht zu haben.
Von 7-9% rendite bei grossen weltweit anlegenden aktienfonds darf man bei 30 Jahren anlagezeit auch ruhig ausgehen, das ist jedenfalls eher die regel denn die ausnahme - sagte schon der herr greenspan, und der soll doch so klug sein.
Gruss
SH
"Vor allem Langfristsparer werden die Neuerungen schmerzlich zu spüren bekommen, wie eine Beispielrechnung des Bundesverbands Investment und Asset Management zeigt: Ein Sparer zahlt 30 Jahre lang monatlich 100 Euro in Aktienfonds und erreicht damit ein Endvermögen von 150.000 Euro. Bislang bekam er die Summe steuerfrei ausbezahlt. In Zukunft muss er damit rechnen, rund 32.000 Euro Steuern zu zahlen."
1 Jahr x 100 im Monat = 1.200 im Jahr
30 Jahre x 1200 im Jahr = 36.000 Einzahlungssumme
Auszahlungssumme = 150.000
Welcher (einigermaßen sichererer) Fond bietet das?
Securenta??
Zinsfreibeträge für (Klein)Sparer mehrfach gesenkt und nun die Abgeltungssteuer. Trifft ausschließlich "den kleinen Mann", Vermögende haben in der globalisierten Welt andere Möglichkeiten.
BVG hilf, die SPD ist inzwischen auf der anderen Seite der Barrikade.
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