Ein Haus- oder Wohnungskauf ist meist eine langfristige Investition. Deshalb spielen bei der Suche nach der Wunschimmobilie nicht nur die richtige Größe, ein sonniger Balkon und der kurze Weg zu Supermarkt oder U-Bahn eine Rolle.

Auch die Nachbarschaft sollte stimmen.

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Freundlicher Plausch unter Wohnungsnachbarn (© Foto: ddp)

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Diesen Faktor in die Immobiliensuche einzubeziehen, ist nicht ganz einfach - vor allem, wenn aus der Ferne gesucht wird. "Formelle Informationsmöglichkeiten oder Statistiken, die Auskunft über das Gefüge einer Nachbarschaft geben, gibt es nicht", sagt Reinhard Luderer, Leiter des Amtes für Soziales und Wohnen der Stadt Duisburg. "Es gibt jedoch viele Hilfsmittel, durch die man sich ein Bild machen kann."

Aufschlussreicher Sozialbericht

Luftaufnahmen zum Beispiel auf der Internetseite der Kommune sowie der Stadtplan helfen bei der Orientierung: Liegt das mögliche künftige Heim mitten in einer Einfamilienhaus-Siedlung? Handelt es sich um eine Wohneinheit in einem Block, der von weiteren großen Gebäuden umgeben ist?

"Im Sozialbericht der Stadt ist zu erfahren, wo Problem-Quartiere liegen", erläutert Luderer. "Auch ein Blick in den Mietspiegel kann hilfreich sein: Je kleiner eine Wohnanlage ist, umso besser ist die Nachbarschaft und umso höher ist meist die Miete."

Auf diese Weise lässt sich das in Frage kommende Wohngebiet zumindest eingrenzen. Bei der Besichtigung kann dann die Nachbarschaft hinterfragt werden: Was für Menschen leben im Umfeld? Gibt es nachbarschaftliche Projekte wie eine Hofbegrünung? Ein jährliches Nachbarschaftsfest?

Nicht jeder Vorbesitzer, nicht jeder Makler und nicht jedes Wohnungsunternehmen ist bei solchen Fragen gleich auskunftsfähig oder -willig, doch Nachfragen schadet nicht.

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