Analysten und Investoren sind allerdings skeptisch, ob eine Verbindung von Morgan Stanley und Wachovia sinnvoll ist, da beide von der Finanzkrise mitgenommen sind. "Zweimal minus macht nicht plus", sagte ein Fondsmanager.

"Zweimal minus macht nicht plus": Schließen sich Morgan Stanley und die Bank Wachovia zusammen? (© Foto: AP)

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Auch bei Washington Mutual liefen bereits Verkaufsgespräche, berichtete die New York Times nach US-Börsenschluss unter Berufung auf Insider. Zu den möglichen Käufern zählten die britische Bank HSBC sowie die US-Häuser J.P. Morgan Chase und Wells Fargo, hieß es weiter.

Auch der US-Finanzkonzern Citigroup habe erstes Interesse an Washington Mutual (WaMu) angemeldet, berichtete das Wall Street Journal. Über einen Verkauf war bereits mehrfach spekuliert worden. WaMu hatte dies aber stets als nicht nötig zurückgewiesen.

Auch in Europa befindet sich die Bankenszene im Umbruch: Die britische Großbank Lloyds übernimmt den taumelnden Baufinanzierer HBOS für 12,2 Milliarden Euro. Der größte britische Baufinanzierer hatte sich zuvor Lloyds zum Kauf angeboten. Das Geschäft solle komplett per Aktientausch abgewickelt werden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwochabend der Nachrichtenagentur Reuters. Am Donnerstagmorgen wurde der Deal bestätigt, im Laufe des Tages sollen weitere Details veröffentlicht werden.

Mit der Übernahme entsteht ein neuer Hypotheken-Gigant mit einem Börsenwert von rund 35 Milliarden Euro. Lloyds ist die fünftgrößte britische Bank und HBOS die Nummer sechs. Im Hypothekengeschäft belegen sie die Plätze vier und eins mit einem gemeinsamen Marktanteil von 28 Prozent.

Am Mittwoch hatten die HBOS-Papiere knapp 20 Prozent schwächer mit 186 Pence geschlossen, nachdem sie zeitweise bis auf 88 Pence abgesackt waren. Vor Jahresfrist waren sie noch knapp 1000 Pence wert. Spekulationen über Finanzierungsprobleme bei HBOS hatten den Aktienkurs in den vergangenen Tagen rasant abstürzen lassen. HBOS hatte deshalb versucht, bei der besser finanzierten Lloyds unterzukommen.

Nach jahrelangem Boom verlieren britische Immobilien seit Monaten an Wert. Viele Eigenheim-Besitzer haben Probleme, da sie der Bank inzwischen mehr Geld schulden, als ihre Immobilie wert ist. Die Baufinanzierer tragen eine Mitschuld an dem Dilemma, da sie wie in den USA freigiebig Hypotheken vergaben und oftmals kaum den Einsatz von Eigenkapital forderten.

Lesen Sie weiter: Krisengipfel in Berlin - Rechtfertigung für eine Millionenpanne.

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