An den Aktienmärkten von Fernost bis New York sind die Kurse weiter nach unten gerauscht. Mittendrin: Der deutsche Aktienmarkt, der den dritten Tag in Folge im Minus schloss.
Der DAX verlor vorübergehend 2,6 Prozent, konnte jedoch einen Teil der Verluste wettmachen. Er notierte zum Börsenschluss mit einem Minus von 1,12 Prozent bei 6640,24 Punkten.
Die Nervosität an den Aktienmärkten hält weltweit an - wie hier in Brasilien (© Foto: AFP)
Anzeige
Damit hat das wichtigste deutsche Börsenbarometer, das erst am Montag die 7.000-Punkte-Hürde genommen und damit den höchsten Stand seit November 2000 erreicht hatte, binnen vier Tagen rund 400 Punkte verloren.
"Der Markt ist weiterhin sehr nervös - die Korrektur ist noch nicht durchgestanden", sagte ein Marktteilnehmer. Seit Dienstag stehen die Börsen weltweit wegen eines kräftigen Kursrutsches in China und anderen asiatischen Märkten sowie Konjunktursorgen unter Druck.
Der MDAX, der Index der größten Nebenwerte, büßte am Donnerstag 1,35 Prozent auf 9564,28 Zähler ein. Der TecDAX gab um 0,78 Prozent auf 797,17 Punkte nach.
Dow-Jones näherte sich 12.000 Zählern
Einmal mehr schauten die Anleger auf dem deutschen Markt am Donnerstag gebannt nach New York, wo der Dow-Jones-Index binnen weniger Minuten nach Handelsbeginn über 200 Punkte oder 1,7 Prozent verlor und sich der psychologisch wichtigen Marke von 12.000 Zählern näherte. Er schloss jedoch mit minus 0,28 Prozent bei 12.234,34 Punkten deutlich über dem Tagestief. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls nach; er fiel um 0,49 Prozent auf 2.404,21 Zähler.
Der EuroSTOXX 50 verlor 1,36 Prozent auf 4031,46 Zähler. Auch in Paris und London schlossen die Börsen erneut im Minus.
Von einem Crash an den internationalen Börsen kann nach Ansicht des Aktienstrategen Sascha Peitz von der Commerzbank derzeit nicht die Rede sein. "Es handelt sich um eine Konsolidierung, und die war erwartet worden", sagte er. "Man muss darauf setzten, dass sich der Markt wieder fängt".
(AP/dpa)
Moderne Verwaltung
Recht herzlich und auf Knien bitte ich alle Börsianer; Banker und Anleger endlich einzusehen, dass die Natur die Rahmenbedingungen für jedes Wirtschaften auf dieser Erde festlegt. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Begriff vom "Wirtschaftswachstum" irreführend ist. Jede Form von gesundem Wachstum ist an den Grenzwerten orientiert, welche die Natur festlegt. Nur ein Tumor hält sich nicht daran und zerstört die Grundlagen seiner eigenen Fortexistenz.
Es ist gefährlich und selbstzerstörend, die Welt nur durch den Filter der Börsenkurse und Bilanzen zu betrachten. Die oben angesprochene Wahrheit ist sehr einfach und wird durch derlei Filter völlig ausgeblendet. Unsere bisherige Ignoranz ist demgegenüber von einer ebenso schlichten Tödlichkeit.
China richtet jährlich mehr ökologische Schäden an, als es an Steiergung des BIP erwirtschaftet. Deshalb kann auch dieses tumoröse Wachsen nur in einem Desaster enden. Gerade die Chinesen verwüsten ihr Land, was ganz buchstäblich zu verstehen ist.
Für all diese Einsichten bedarf esdoch lediglich etwas gesunden Menschenverstand und keines BWL oder VWL-Studiums. Jede Verbildung täuscht uns nur darüber hinweg.
Die vermehrten Zerstörungen durch Wirbelstürme, Fluten, Dürren und Erosion in der letzten Zeit sind die letzten Warnzeichen. Wir wollen diese einfach nicht wahrhaben. Am Ende werden die Anleger nur noch leeres Papier in den Händen halten und erkennen, dass man Gold und Schmuck tatsächlich nicht essen kann. Welchn Sinn hat es, seinen Kindern und Enkeln einen Reichtum zu vererben, dessen Schaffung eben diesen ihre Daseinsgrundlage entzieht?
Wir sind gefangen in der verhängnisvollen Eigendynamik eines Wirtschaftsystems, an dessen Ende Verteilungskriege, Not und Elend stehen werden. Durchbrechen wir endlich diesen Teufelskreis und erkennen die nackte Wahrheit.
Wir werden es so nicht schaffen!
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
Hier zeigt sich wieder einmal, wo die globale Wirtschaft heute bereits angelangt ist. Niemand kann sich erlauben, so zu tun, als ob der Rest der Welt nicht existiert. Die Börsen, auf die es ankommt, heißen Hang Seng, Nikkei, Singapore und Wall Street, nicht DAX. Wer zu diesem Zeitpunkt noch eurozentrische "Sicherheitskonferenzen" veranstaltet, ohne den Fernen Osten überhaupt zu berücksichtigen, der hat die neue Welt des 21. Jahrhunderts immer noch nicht verstanden.