Automatisierte, mit einer Wetterstation kombinierte Jalousien-Systeme helfen beim Energiesparen.
Wenn Gerhard Rommel in die Sonne blickt, dann hat er doppelten Grund, gut gelaunt zu sein: Denn was für viele ganz einfach gut für das Gemüt ist, beflügelt in seiner Branche auch das Geschäft. "Heiße Sommer heizen den Absatz unserer Mitglieder an", sagt Rommel, technischer Leiter des Bundesverbands Rolladen+Sonnenschutz (BVRS). So schön die Sonne auch ist - wenn sie Räume auf 30 Grad und mehr aufheizt, ist ein gutes Abschirmungs-System gefragt.
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Sonnenschutz mit Chic: MGF Architekten aus Stuttgart entwarfen drei Erweiterungsbauten der Hochschule von Aalen, die von flexiblen Lärchenholzfassaden umhüllt sind. Die Sonnenschutzanlage beruht auf einer dreigeschossigen feuerverzinkten Stahlrohrkonstruktion mit angeschraubten geschosshohen Holzlamellen. (© Foto: MGF Architekten)
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Zu den effizientesten Lösungen zählen Außen-Jalousien. Sie können im Sommer verhindern, dass die Hitze in den Raum eindringt. In kalten Winternächten helfen sie beim Isolieren. Und generell können sie tagsüber den Lichteinfall steuern und helfen auf diese Weise, Beleuchtungsenergie zu sparen. Neben diesem dreifachen Energieeffizienz-Effekt tragen die Jalousien zudem zur Behaglichkeit in den Räumen bei, indem sie eben Temperatur und Lichtverhältnisse positiv beeinflussen.
Die Hersteller von Sonnenschutz-Systemen erfreuen sich auch aufgrund des Anstiegs der Energiepreise steigender Wertschätzung. Eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (Dena) hat gezeigt, wie wichtig den Deutschen das Stromsparen ist: 64 Prozent haben in den vergangenen Monaten etwas unternommen, um ihre Stromkosten zu senken.
Millionen Tonnen CO2 einsparbar
Vor allem die Tatsache, dass 47 Prozent der Energie in Deutschland in Gebäuden verbraucht wird, lenkt die Diskussion in den Immobiliensektor. Der BVRS verweist in diesem Zusammenhang auf die Studie "Escorp-EU 25", derzufolge durch den gezielten Einsatz von Rollläden und Sonnenschutz das Potential zur Einsparung von Kohlendioxid europaweit bei immerhin 111 Millionen Tonnen pro Jahr liegt.
Und das sei 22 Mal mehr als die Wirkung der EU-Glühbirnen-Gesetzgebung, so der Verband. "Allein im Winter sind so Heizkosteneinsparungen von zehn Prozent möglich", erklärt Gerhard Mader, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Energiesparende Sonnenschutztechnik (A.E.S.). Die Wärmeverluste über die Fenster können so um bis zu 40 Prozent reduziert werden. Und tagsüber lässt sich die solare Wärme nutzen. Wird der Sonnenschutz geöffnet, können die wärmenden Strahlen ungehindert in den Raum gelangen.
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