Eine Tochter der Deutschen Bank hat in Fernost versehentlich einen Verkaufsauftrag in Milliardenhöhe abgegeben. Fast wäre es zum Fiasko gekommen.
Seit dem mysteriösen Kurssturz an der Wall Street Anfang Mai ist der Computerhandel ins Blickfeld der internationalen Börsenaufsichten gerückt. Wer die "Bungee-Börse" damals auslöste ist noch immer nicht bekannt, doch nun gab es einen Computerfehler im Börsenhandel, der eindeutig zugeordnet werden konnte - und zwar der Deutschen Bank.
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Händler an der Börse in Osaka: An dem Handelsplatz unterlief der Deutschen Bank ein peinlicher Lapsus. (© ag.dpa)
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Die Panne sorgte für Aufregung am japanischen Aktienmarkt. Das Institut habe an der Börse in Osaka fälschlicherweise Verkaufsaufträge für Derivate auf den Leitindex Nikkei von umgerechnet 150 Milliarden Euro (16,7 Billionen Yen) platziert, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Obwohl der größte Teil der Orders offenbar noch rechtzeitig gestoppt wurde, gaben die Preise für die Futures wie auch der gesamte Nikkei leicht nach. "Wir nehmen diesen Vorfall extrem ernst und tun alles, um sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederholt", teilte das größte deutsche Geldhaus mit, ohne Angaben zur Größenordnung der Orders zu machen.
Eigenhandel betroffen
In ihrer Erklärung führte die Bank den Lapsus, der von Experten als peinlich kritisiert wurde, auf einen Fehler im internen Handelssystem des Instituts zurück.
Die zuständige Marktaufsicht in Osaka nimmt den Vorfall unter die Lupe und prüft auch, ob es bei der Börse selbst fehlerhafte Prozesse geben könnte, wie ein Sprecher sagte.
Finanzkreisen zufolge wurden nur 0,3 Prozent der Aufträge auch tatsächlich ausgeführt. "Dies hat die Auswirkungen des Fehlers massiv begrenzt", sagte ein Insider. Betroffen sei der Eigenhandel, den das Geldhaus seit Monaten deutlich zurückfährt.
Vor einem Monat hatte vermutlich ebenfalls ein Systemfehler eines oder mehrerer Marktteilnehmer an den US-Börsen zu einem abrupten Kurssturz geführt. Der Leitindex Dow Jones verlor innerhalb von zehn Minuten sechs Prozent - der genaue Grund ist weiter unklar.
Keine Anhaltspunkte für "Fat Finger"
Kurz danach machten Gerüchte die Runde, ein Händler habe versehentlich den Verkaufsknopf gedrückt. Doch Anhaltspunkte für einen solchen als "Fat Finger" gebrandmarkten Fehler gibt es nicht.
Beispiele hierfür gibt es aber zahlreiche: So hatte die Schweizer UBS 2001 versehentlich 610.000 Aktien einer japanischen Firma für 16 Yen das Stück verkauft - geplant war eigentlich die Veräußerung von 16 Aktien für 610.000 Yen pro Stück.
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(sueddeutsche.de/Reuters/pak/hgn)
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Ich finde es sehr gut, dass der Fehler passiert ist, aber keine Auswirkungen hatte! Aus Fehlern lernen, wenn man sie schon nicht vermeiden kann. Hervorragend!
Sagen Sie dann auch "Fehler im Bohrloch der BP. Mei Fehler beseitigen und weitergehts."? Ein weiterer Beweis Ihrer grundlegenden Gedankenlosigkeit.
Fehler im Handelssystem der DB, aber genau so im System der jap. Börse. Mei, Fehler beseitigen und weitergehts.
Es gab eine Zeit, da waren die Computer recht primitiv und wichtige Entscheidungen wurden von noch anfälligeren Menschen getroffen - es war die Zeit des kalten Krieges.
Dass dabei kein Atomkrieg mit dem "Fat Finger" ausgelöst wurde, grenzt an ein Wunder.
Jetzt will man uns weissmachen, dass in dieser hochmodernen Zeit Computerfehler und/oder möglicherweise "Fat Finger" weltweite Finanzkatastrophen auslösen.
Lasst Euch nicht verarschen! Solche Dinge werden bewusst herbeigeführt. Das Finanzimperium testet, wie weit es gehen kann. Da werden Schüsse vor den Bug von Staaten ausgeführt, nur um zu prüfen, wie deren politische Führer darauf reagieren.
Es ist Zeit, dass das politische Imperium zurückschlägt - mit aller Härte.
Das war die erste Frage, die ich mir gestellt habe. Schon seltsam wenn man das grösste deutsche Geldinstitut nicht mehr als serös empfindet. Sicherlich nur subjektiv.
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