Mietpreis-Karte So teuer ist Wohnen in Berlin

Ein Immobilienportal hat einen Miet-Fahrplan für Berlin entwickelt. Er zeigt, was eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Schnitt kostet - sortiert nach Haltestellen.

Es gibt kaum eine Frage, die auf WG-Partys in Berlin, Hamburg oder München häufiger gestellt wird als die: "Was zahlst du eigentlich so an Miete?" Das Leben in deutschen Großstädten wird immer teurer, die Mietpreise steigen kontinuierlich, das Informationsbedürfnis auch. Und so werden Mietpreiskarten wie die der Berliner Morgenpost für Berlin oder die der SZ für München mit jedem Umzug wichtiger.

Das Portal ImmobilienScout24 versucht es nun mit einer anderen Darstellung, es verknüpft die Mietpreisdaten mit dem Nahverkehr und argumentiert: "Wer eine neue Wohnung sucht, achtet in Berlin meist auf eine gute Anbindung an die U- und S-Bahn." Entstanden ist so eine "Miet-Map Berlin", ganz im Stil der "U-Bar-Pläne", die es etwa für Berlin oder München schon seit Längerem gibt.

Einsteigen bitte! Mit der #MietMap Berlin behaltet ihr bei der Wohnungssuche den Überblick. Entlang der U- und...

Posted by ImmobilienScout24 on Tuesday, January 5, 2016

Die Miet-Map zeigt die durchschnittlichen Kaltmieten für eine Zwei-Zimmer-Wohnung von 70 Quadratmetern und belegt einmal mehr: In Mitte ist Berlin am teuersten. An der Haltestelle Französische Straße etwa müssen Mieter im Schnitt 980 Euro berappen (höchster Wert laut Karte), an der Friedrichstraße 959 Euro. Hier ist es laut ImmobilienScout24 offenbar auch wesentlich teurer als in Kreuzberg (Mehringdamm: 672 Euro, Südstern: 749 Euro) oder in Neukölln (Herrmannplatz: 616 Euro).

Die Karte zeigt auch: Innerhalb des S-Bahnrings kosten 70-Quadratmeter-Wohnungen selten weniger als 600 Euro Miete. Am günstigsten ist es in den Außenbezirken von Ostberlin entlang der U5 (Hellersdorf: 441 Euro) oder der S6 (Mahlsdorf: 329 Euro).

Entsprechende Miet-Maps für andere Städe gibt es bislang noch nicht. Doch man arbeite daran, heißt es in einem Facebook-Kommentar.