Miete Ein Drittel vom Einkommen

Die Mieter in Deutschland müssen fürs Wohnen tief in die Taschen greifen.

Im Schnitt wenden sie mehr als ein Drittel ihres Haushaltsnettoeinkommens für Miete und Betriebskosten auf. Das geht aus einer Marktstudie des Immobilienverbands Deutschland (IVD) in Berlin hervor.

Auch in Berlin übersteigen die Mietausgaben im Durchschnitt 40 Prozent des jeweils verfügbaren Haushaltsnettoeinkommens.

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Für die Untersuchung wurden die Daten von 100 deutschen Städten ausgewertet. Demnach liegt der Ausgabenanteil für die Wohnungsausgaben unter dem Strich bei 35 Prozent.

Besonders hoch ist der Anteil für die Wohnungsausgaben in Städten mit vielen Niedrigverdienern. Dazu zählen laut dem IVD Empfänger von Arbeitslosengeld und anderen Transferleistungen, aber auch Studenten. So müssten Bewohner von Freiburg, einer als vermögend geltenden Stadt, im Schnitt für eine 75 Quadratmeter große Wohnung mit mittlerem Wohnwert rund 44 Prozent des Einkommens ausgeben - der höchste Wert von allen. Denn Freiburg ist auch eine Studentenstadt, und das drücke das durchschnittlich verfügbare Einkommen unter 1700 Euro.

Es geht auch preiswerter

Auf hohe Werte kommen den Angaben zufolge auch Berlin, Hamburg, München und Frankfurt/Main mit je etwas mehr als 40 Prozent. Köln erreicht einen Wert von 42,54 Prozent, in Stuttgart liegt er mit 43,4 Prozent noch etwas höher.

Einen Wert unter 30 Prozent hat der IVD unter anderem für Flensburg, Zwickau, Worms, Salzgitter, Gelsenkirchen, Herne, Leverkusen, Lüdenscheid und Paderborn errechnet.

Die niedrigste Mietbelastung in Deutschland weist der Statistik zufolge Gütersloh aus. Hier zahlen die Einwohner im Schnitt weniger als ein Viertel (24,9 Prozent) ihres Haushaltsnettoeinkommens für Miete und Betriebskosten.