Schwere Bürde für die Partnerschaft mit der Bank of America: Im vierten Quartal summierten sich die Verluste der Investmentbank Merrill Lynch auf fast 16 Milliarden Dollar.
Noch im September wurde der Deal gelobt: Zusammen, so hieß es damals, gehen die Bank of America und die angeschlagene Bank Merrill Lynch besseren Zeiten entgegen. Es blieb ein Trugschluss.
Die hohen Verluste bei Merrill Lynch sind eine schwere Bürde für die Partnerschaft mit der Bank of America. (© Foto: AFP)
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Denn offenbar erweist sich die einst so stolze Investmentbank als Fass ohne Boden. Bei Merrill Lynch türmen sich die Verluste. Im vierten Quartal, dem letzten vor der Übernahme, schrieb das Institut einen Verlust von 15,84 Milliarden Dollar - das sind 500 Millionen Dollar mehr, als der neue Eigner noch Mitte Januar geschätzt hatte.
Die Bank of America hatte Mitte September überraschend den Kauf der angeschlagenen drittgrößten US-Investmentbank Merrill Lynch verkündet. Seitdem musste die Bank of America mehrfach staatliche Hilfe in Anspruch nehmen und gehört jetzt zu den größten Almosen-Empfängern.
(sueddeutsche.de/dpa-AFX/Reuters/tob/hgn)
Christopher Lee zum 90.
Vielleicht sollte man in Erwägung ziehen, dass weder das amerikanische noch das europäische Bankensystem zu retten ist. Die staatliche Hilfe ist genauso vergeudet, wie neue Bilanzierungsregeln erfolgreich sein werden. Dies betrifft Banken wie die Bank of America, die HRE, die UBS, die Commerzbank und wahrscheinlich die meisten anderen auch. Die Politiker in Europa und Amerika sollten den Tatsachen ins Auge sehen und aufhören Steuergelder ins Bankensystem zu Pumpen. Das Geld wäre in Konjunkturprogrammen und Kreditangeboten für das produzierende Gewerbe besser angelegt.