AWD-Gründer Maschmeyer und Rentenexperte Rürup gründen eine Firma - und holen einen Ex-Minister dazu. Potente Kunden gibt es angeblich auch schon.
Von Carsten Maschmeyer heißt es, seine Begeisterung sei ansteckend. Jetzt hat der Gründer des Finanzdienstleisters AWD den ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup angesteckt. Im Januar 2010 werden sie gemeinsam ein Unternehmen gründen: die "Maschmeyer-Rürup AG".
AWD-Gründer Carsten Maschmeyer (links) plant mit Bert Rürup den Auftritt auf "internationalem Parkett": Gemeinsam mit dem Rentenexperten gründet er eine Beraterfirma. (© Foto: dpa/ddp)
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Die neue Firma will Banken, Versicherungen und ausländische Regierungen in Sachen Alters- und Gesundheitsvorsorge beraten. Mit zwölf Mitarbeitern soll es an den Standorten Hannover, Frankfurt und Berlin losgehen. "Das ist die erste Ausbaustufe", sagt Rentenexperte Rürup. Erste Kunden seien schon gefunden, berichtet Verkaufstalent Maschmeyer, ein Liebhaber schöner Frauen und violetter Krawatten: "Große, kräftige, internationale Häuser."
Beide Geschäftspartner orientieren sich beruflich neu - und kennen sich seit längerem: Maschmeyer hatte seine Anteile an AWD scheibchenweise an den Schweizer Versicherungsriesen Swiss Life verkauft, in dessen Verwaltungsrat er sitzt. 2008 hatte Maschmeyer den heute 66-jährigen Rürup zu AWD gelotst und ihn mit dem Titel eines "Chefökonomen" ausgestattet. Mittlerweile ist Rürup nur noch externer Berater - er war den Hannoveranern offenbar zu teuer geworden.
"Beratender Ökonom"
Der Chefökonom selbst sagt, er habe sich "unternehmerisch nicht in der geplanten Form" betätigen können: "Deshalb machen wir das jetzt eben selbst." Sein Vertrag mit AWD läuft zum Jahresende aus. Laut AWD-Sprecher Bela Anda, der einst Sprecher von Bundeskanzler Schröder war, soll Rürup AWD als "beratender Ökonom" erhalten bleiben.
Einen Interessenkonflikt zwischen dem Strukturvertrieb AWD und der Beraterfirma Maschmeyer-Rürup gebe es nicht, versichern alle Beteiligten. "Wir vertreiben keine Finanzprodukte, das Geschäftsfeld ist ein völlig anderes", sagt der 50-jährige Maschmeyer, der seinen Posten bei Swiss Life behalten will. Er werde auch weiterhin "Leitfigur" bei AWD sein: "Hin und wieder werde ich dort Kraft gebende Referate halten. Die Jungs brauchen das."
Die Idee zu einer eigenen Beraterfirma habe er schon seit langem, sagt Maschmeyer. Ursprünglich habe er sie gemeinsam mit AWD und Swiss Life umsetzen wollen - "dann kam die Krise, und manche Expansion hat sich verflüchtigt". Jetzt mache er gemeinsam mit Bert Rürup "eben das, was AWD und Swiss Life momentan nicht können".
Anfangs heftig gestritten
Für die Schweizer ist das offenbar kein Problem: In der ersten Pressemitteilung des neuen Unternehmens wird der Präsident des Swiss-Life-Verwaltungsrates, Rolf Dörig, zitiert: "An der freundschaftlichen und geschäftlichen Verbundenheit (...) wird sich dadurch nichts ändern. Wir wünschen dem jungen Unternehmen viel Erfolg."
Eine freundschaftliche Verbundenheit besteht auch zwischen Maschmeyer und Rürup. Man habe sich anfangs heftig gestritten, erzählen beide unisono: Hier Rürup, der gestrenge Wissenschaftler; dort Maschmeyer, der hemdsärmelige Verkäufer. Mit der Zeit aber habe man sich gut verstanden. Uneinigkeit herrscht lediglich über den Ort des ersten Zusammentreffens: Rürup berichtet von einem Seminar in Prag, Maschmeyer von einer Geburtstagsparty des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder.
"Wir sind einzigartig"
Auch diese Episode zeigt: Maschmeyer umgibt sich gerne mit den ganz großen Namen. Das 20-jährige Bestehen von AWD feierte er 2008 in seiner Hannoveraner Villa. Zu den Gästen gehörten der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan. Privat ist Maschmeyer mit der Schauspielerin Veronica Ferres verbandelt - die kürzlich sagte, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sei ihr Freund geworden. Maschmeyer hatte die beiden bekannt gemacht.
Selbstzweifel kennt Maschmeyer nicht. "Wir sind einzigartig", sagt er über sein neues Unternehmen, in dessen Aufsichtsrat laut Rürup der Ex-Präsident des Bankenverbands, Klaus-Peter Müller, sitzen wird. Auch Rürup ist nicht gerade zurückhaltend: Die deutsche Altersvorsorgepolitik sei "im Ausland viel positiver konnotiert als im Inland" und dürfe deshalb als Blaupause gelten.
Wie praktisch, dass die neue Maschmeyer-Rürup AG einen Berater vorweisen kann, dessen Name ebenfalls eng mit dem Umbau des deutschen Rentenwesens verbunden ist: Ex-Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) habe seine Zusage gegeben, verkünden die Unternehmer. Der Erfinder der Riester-Rente, der Entwickler der Rürup-Rente und er selbst, erzählt Maschmeyer - sie alle drei hätten zusammen in der Vergangenheit bei Vorträgen ganze Säle gefüllt: "Die waren ausverkauft, und am Ende gab es Standing Ovations."
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(sueddeutsche.de/pak)
Sie arbeiten, wie schon viele, nur mit dem Geld anderer. Das hat mit ursprünglicher Arbeit nichts zu tun , ist ein Produkt des herrschenden Finanzsystems, Auslöser der Finanzkrise und auch der letzten Wirtschaftskrise. Solange es noch Leute gibt, die ihr Geld solchen Leuten anvertrauen, solange gibt es Finanzdienstleister. Ganz böse Menschen nennen sie uch die Todengräber der Menschheit. Bei Maischberger wurden ein paar Dinge dazu zart angesprochen. Ja die SPD und Rürup und noch viele Andere, eine lupenreine Arbeiterpartei. Bei Umfragen schon wieder satte 19 %.
Und dann wundert sich die SPD, dass die Leute kein Vertrauen in sie haben? Clement, Schröder, Riester alles nur Klüngelwirtschaft wie der Rheinländer zu sagen beliebt.
die Blaupause zur o.g. "Firma":
http://de.wikipedia.org/wiki/Bernard_Cornfeld
Man beachte die Augenbrauen des Herrn Marschmeyer.
Vor Seriosität sprühend.
Dann beachte man die Stiftung seiner blonden Freundin.
Power Child.
Dann den Hintergrund deren Ex Freundes, Herrn Krug.
Der Kreis schliesst sich.
Blutsauger
sich hier zusammengefunden haben um ein großes Rad zu drehen, erschreckend zu sehen, dass es offentsichtlich in diesem unserem Lande (frei nach Bimbeskanzler Kohl) noch jede Menge blöde und unbedarfte gibt.
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