Bevor sie Licht-Schatten-Reliefs malen, befassen sich die Seminarteilnehmer mit dem "Klassiker der Illusionsmalerei", wie Martin Benad sagt. "Man sieht eine Landschaft durch einen Rahmen hindurch. Das Landschafts-Fenster kann man überall aufhängen." Sogenannte Scheinoberflächen, also etwa gemaltes Holz oder gemalter Marmor, der dem echten täuschend ähnlich sieht, oder gemaltes Schlangenleder - das ist eine weitere Technik, mit der sich die Künstler im Atelier Benad vertraut machen.

Skizzen und Bilder können durchaus in bemalten Wänden gipfeln. (© Foto: Alessandra Schellnegger)

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Die vierte Art der Illusionsmalerei: Ein ganzer Raum bekommt eine neue Haut. Sie besteht aus einem Panorama-Bild. "Dabei verändert sich die Identität des Raumes. Der Betrachter sieht erst bei genauem Hinsehen, wo eine Wand in die andere übergeht", erklärt Martin Benad.

Wenn sie nicht gerade unterrichten oder sich auf Reisen inspirieren lassen, dann bemalen Ursula und Martin Benad im Auftrag von Kunden Wände. So verwandelten sie zum Beispiel das Treppenhaus eines Hausbesitzers auf Mallorca in eine sepiafarbene poetische Landschaft mit Tempeln und Felsen. Und ein von dem Paar gestalteter zwei Meter hoher goldener Buddha lädt nun in einem privaten Spa in München dazu ein, sich in Sorglosigkeit zu üben.

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  1. Nach Strich und Farben
  2. Licht und Schatten durch Grau
  3. Sie lesen jetzt Schlangenleder - gemalt
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(SZ vom 20. 11. 2009 /als)