Traumwohnung, großzügig, exklusiv: Mit solchen Adjektiven werben Verkäufer und Vermieter für Maisonette-Wohnungen. Doch was muss man sich darunter überhaupt vorstellen?
Vor allem aber wird angesichts großzügig anmutender Architektur oft vergessen, dass das Leben in einer Maisonette-Wohnung neben manchem Vorzug auch ein paar Tücken hat. "Eine Maisonette-Wohnung ist eine innerhalb eines mehrgeschossigen Wohngebäudes über mehrere Etagen versetzte Wohnung mit einer eigenen innenliegenden Verbindungstreppe", erläutert der Architekt Holger Reiners aus Hamburg. Der Vorteil: Selbst kleine Wohnungen vermitteln das Gefühl, in einem eigenen Häuschen zu leben.
Leben auf mehreren Etagen: die Maisonette-Wohnung. (© Foto: istock)
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Eine Maisonette - der Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutet kleines Häuschen - wirkt auf den Besucher auf den ersten Blick oft beeindruckend und großzügig. "Durch die verschiedenen Wohnebenen mit hohen Decken kann man, wenn die obere Ebene nicht abgeschlossen ist, von unten mitunter bis zu 5,80 Metern nach oben sehen", sagt Reiners.
Auf der anderen Seite lasse eine solche offene Bauweise aber wenig Privatheit zu. Wohne nur ein Single oder ein Paar in der Wohnung, gebe es selten Probleme. Beim Wohnen in Gemeinschaft mit mehreren Personen oder als Familie mit Kindern sieht das anders aus - damit trotzdem jeder seinen eigenen Rückzugsbereich bekommt, sollte hier auf eine Abtrennung der Räume geachtet werden.
Wenn alles zählt
"Bei der Einrichtung einer Maisonette besteht die Gefahr, die architektonische Wirkung durch eine falsche oder überladene Möblierung zunichte zu machen", warnt die Innenarchitektin Anne Jung vom Beratungsunternehmen Form + Folgen in Wiesbaden. "Außerdem sollte die in den Wohnbereich integrierte Treppe ganz gezielt dem Einrichtungsstil angepasst werden." Form, Farbe, Material: alles zählt. Die Treppe sollte außerdem so gelegen sein, dass die Bewohner nicht das Gefühl haben, es ziehe im Raum.
Ein weiterer Aspekt: Wie viel Platz möchte der Bauherr für die Treppe opfern? "Eine Spindeltreppe ist in Maisonetten ein beliebtes architektonisches Gestaltungsmittel", sagt der Architekt Thomas Drexel aus dem bayerischen Augsburg. Sie wirke großzügig, brauche wenig Platz, besitze aber einen geringeren Auftritt. Das macht es schwieriger, sperrige Dinge wie etwa einen Wäschekorb zu transportieren.
"Eine Maisonette-Wohnung umfasst oft das Dachgeschoss und den Spitzboden eines Hauses", erklärt Drexel. Soll in einem bestehenden Dach eine Wohnung über zwei Ebenen errichtet werden, stellen sich zwei entscheidende Fragen: Ist der Ausbau überhaupt architektonisch möglich? Und wie hoch ist der finanzielle Aufwand? Denn auch ein Spitzboden muss ausreichend Platz bieten. Oft lohne sich bei Schrägen unter 35 Grad ein Ausbau nicht.
Häufig werden Maisonette-Wohnungen unter Mansardendächern geplant. Dachwohnungen in alten Häusern gelten allerdings oft als Energiefresser. "Damit an dieser Stelle nicht unnötig teure Heizenergie vergeudet wird, sollte die neu zu errichtende Wohnung ausreichend gedämmt werden", rät Drexel. Auch auf viel Licht in Form von Dachfenstern, verglasten Firstwänden oder Lichtbändern sei hier zu achten. Der Spitzboden müsse in einer Maisonette-Wohnung immer ein eigenes Fenster haben, da von unten nicht genug Licht unter das Dach kommt.
(sueddeutsche.de/dpa/mel)
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Ich muss schon sagen: Die Qualität der Kommentare in diesem "Forum" ist unterhalb jeder Skala!
Ob eine Wohung energetisch vorteilhaft geplant ist, hängt sicher nicht allein von der Tatsache ob, ob eine Maisonette-Treppe vorhanden ist, oder nicht. Dies ist lediglich ein Merkmal unter vielen. Viel wichtiger ist z.B., ob die Außenhülle der Wohnung gut gedämmt ist (um nur ein Merkmal zu nennen).
Weiterhin frage ich mich, warum - wie hier in einem Kommentar beschrieben - ein "ausländisch klingender Name" ein so gravierender Nachteil sein soll? Das scheint mir mit der eigentlichen Thematik wenig zu tun zu haben.
So eine Wohnung macht auf den ersten Blick vielleicht eine Menge her.Allerdings sollte man auch an etwas denken,was im Bewußtsein von Architekten leider nicht existiert, nämlich die Energiekosten. Solche Wohnungen sind wärmetechnisch eine Katastrophe, woran man bei den heutigen Heizkosten auch einmal denken sollte.
Nach meiner Meinung sind das die Attribute einer Maisonette-Wohnung. Allein der Name ist schon so weichgespült. Er klingt ausländisch und soll Luxus suggerieren, wo doch keiner vorhanden ist. Gerade das besonders wichtige Merkmal beim Kauf einer wohnung die Quadratmeter erscheinen bei Maisonette-Wohnungen groß - sind es in der praxis aber nicht, weil alleine die Grundfläche der Innentreppe gleich zweifach ebgezogen werden muss. Einmal pro Stockwerk.
Deshalb werden diese Wohnungen angeboten. Man versucht eine kleine Wohnung größer zu rechnen. Bringt aber nix und sollte von den Käufern gemieden werden.
Alf vom Jupiter kann ich nur Recht geben. Bei uns geht die Wendeltreppe vom Flur im unteren Stockwerk zum Wohnzimmer im oberen Stockwerk. Um es im Wohnzimmer oben warm zu haben, wird unten mitgeheizt.
Kaum erscheint das Wort bei G. Jauchs Quizsendung, wird in der SZ ein Artikel draus. Hm.
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