Alarmstimmung im Nahen Osten: Die Finanzkrise erreicht nun auch die scheinbar krisensicheren Ölstaaten. Saudi-Arabien befürchtet bereits Liquiditätsengpässe.
Die Schockwellen der Finanzkrise breiten sich in der ganzen Welt aus. Nicht einmal scheinbar krisenfeste Staaten sind noch sicher. Denn nun steht selbst Saudi-Arabien nach Ansicht eines einheimischen Zentralbankers vor einem Liquiditätsengpass. Die Regierung werde die Austrocknung des Geldmarktes wenn nötig mit Repo-Auktionen verhindern, sagte der Volkswirt bei der saudiarabischen Zentralbank, Fadi Aladschadschi, der Nachrichtenagentur Reuters.
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In den letzten Jahren hat Saudi-Arabien vom Öl profitiert. Jetzt erreicht die Finanzkrise das Land. (© Foto: dpa)
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Abhängigkeit vom Öl
Die Stützung des Kapitalmarktes dürfe aber keinen Einfluss auf die ohnehin schon hohe Inflationsrate haben.
Aladschadschi betonte, dass keine einheimische Bank vor dem Zusammenbruch stehe. Auch die Einlagen seien sicher. Allerdings werde die Finanzkrise die Profitabilität der saudiarabischen Institute einschränken, sagte der Banker.
Das Land hat in den letzten Jahren zwar von der großen Nachfrage nach Öl profitiert, seine Wirtschaft ist jedoch sehr von diesem Rohstoff und dem Dollarkurs abhängig. Angesichts der Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten haben auch die Aktienmärkte in dem Land hohe Verluste hinnehmen müssen. "Wir sind von den Auswirkungen der Krise für die Weltwirtschaft stark betroffen. Dies steigert die Sorgen der Anleger", befürchtete Aladschadschi.
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(sueddeutsche.de/Reuters/tob)
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