Nie sei es ihm um Geld gegangen, behauptet er. Vielmehr habe er die Daten gestohlen, um sich zu rächen. Am Liechtensteiner Landesfürsten Hans-Adam II., dessen Mutter Gina sich einst rührend um den kleinen Heinrich aus dem Kinderheim gekümmert hatte. "Ich war ja eigentlich Monarchist", sagt Kieber. Bis ihn Hans-Adam habe hängen lassen. Das war nach einer Entführung 1997.
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Zwei Bekannte, ein Spanier und ein Deutscher, lockten Heinrich Kieber damals nach Argentinien und kerkerten ihn in einen Wasserturm ein. Sie ketteten ihn an; er sagt, sie hätten ihn gefoltert, um ihn "auf perfide und clevere Weise" um einen 240.000-Euro-Kredit und sein ganzes Erspartes zu bringen. Zurück in Liechtenstein habe er die beiden angezeigt. Doch die Justiz des Fürstentums stellte den Fall ein. Hans-Adam II. habe, trotz Kiebers in zahlreichen Telefonaten vorgetragenen Bitten, tatenlos zugesehen. Ihm sei also großes Unrecht widerfahren und der Datenklau sei dafür nur die gerechte Strafe, sagt Kieber.
Die Geschichte von der Entführung stimmt, wenngleich einige von Kiebers Verletzungen an Beinen, Armen und Hals nicht von Folterungen, als vielmehr von einem Selbstmordversuch stammten. So gab er es einst selbst bei der Polizei in Vaduz zu Protokoll. Was Kieber im Stern auch nicht sagt: Seine Entführer hatte er vorher offenkundig um Geld, beziehungsweise um eine Immobilie, geprellt. Im argentinischen Kerker fügte er sich der Gewalt seiner Entführer.
Ein Irgendwo-Mann
Er formulierte er einen Faxbrief an seine Bank mit der Anweisung, seinen beiden Peinigern die gewünschte Summe (über deren Höhe gibt es widersprüchliche Angaben) zu überweisen. Daraufhin kam er frei - und reagierte blitzschnell. Kurz vor seinem Rückflug aus Buenos-Aires schickte Kieber ein zweites Fax an seine Bank, in dem er die kurz zuvor angewiesene Überweisung stoppte. Das Opfer legte seine Peiniger herein.
So gibt es viele Menschen, die Heinrich Kieber Böses wollen. Angst habe er dennoch nicht, sagt er. Irgendwo im Ausland ist er untergetaucht. Wie er lebt, lässt er im Stern-Interview verschwommen. Nur soviel: Er leiste ab und an Freiwilligendienste. Auch wieviele Millionen er von allen 13 Ländern kassiert hat, denen er Steuersünder gewissermaßen auf dem Silbertablett lieferte, bleibt offen. Seine wichtigste Sicherheitsmaßnahme bestehe darin, Liechtenstein zu meiden, sagt Kieber. Man hasst ihn dort. Heerscharen von Kopfgeldjägern hätten sich dem Fürsten dort angedient, sagt Kieber "Wenn die Kugel kommt, dann kommt sie von Hans-Adam", sagt er. "Aber wir passen natürlich auf. Wir, damit meine ich den BND und mich."
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(SZ vom 05.08.2010/hgn)
Verkehrssünderdatei in Flensburg
Egal wieso!Er hat die richtigen getroffen!
Den ersten Absatz Ihres Posts an mich, kann ich nicht einordnen. - Das wenige im 2. Absatz, das ich verstehe, nämlich Ihr Gedanke nach einem "pauschalen Rundumschlag" gegen eine Menschengruppe die man "mit einer moralisch-menschlichen Verachtung sehen muss", lehne ich ab.
"Pauschale Rundumschläge" sind sinnfrei - "moralisch-menschliche Verachtung" - gleich welcher Gruppe - ist insofern eine brillante Dummheit, als eine Person, die für von sich behauptet, moralisch integer zu sein, übt Verachtung gegenüber einem anderen Menschen nicht aus.
Ihre Frage: "Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?"
Sicher doch; da sind Sie bei mir genau an der richtigen Adresse.
Wie ich aus, wie immer, schlecht unterrichteten Kreisen nicht erfahren habe, soll die CD ganz bestimmt und überhaupt garnicht diese komischen Informationen enthalten. Zudem ist der Datenträger leider, leider an genau 46 Stellen unleserlich. Die entsprechenden Datensätze können daher trotz intensivster Bemühungen der weltbekannten Experten Koch, Mappus und Kubicki nicht ausgelesen werden. So ist das. Kann ich Ihnen sonstwie noch behilflich sein?
Warum wohl, warum wohl? Verflixt noch mal, es will mir einfach nicht einfallen! Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?
Zitat:"Sigvard Wohlwend und Sebastian Frommelt zeichnen in dem Streifen das Bild eines hoch intelligenten, gewitzten und sprunghaften Gauners, der immer nur seinen persönlichen Vorteil suchte, ohne Rücksicht auf Verluste und meist, in dem er Menschen, die ihm vorher Gutes taten, anschließend hereinlegte."
Diese Beschreibung trifft auf einen großen Teil der "Finanzelite" zu. Verwunderlich, daß sich so viele gerade über diesen einen so entrüsten.
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