Von Caspar Dohmen

Eine Studie zeigt die Trendwende bei Renditen - der garantierte Zins reicht jedoch nicht für den Werterhalt aus. Und: Verbraucherschützer raten von den Policen ab.

Die Verzinsung in der Lebensversicherung steigt. "Der Markt zieht erstmals seit 1999 leicht an", sagte Reiner Will, Geschäftsführer der auf Versicherungen spezialisierten Rating-Agentur Assekurata in Köln.

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Die Ratingagentur hat Daten von 75 Unternehmen ausgewertet, die nach Angaben von Assekurata gut 90 Prozent des Lebensversicherungsmarktes abdecken. Die durchschnittliche Gesamtverzinsung beträgt demnach 4,34 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,23 Prozent.

Testverweigerer

Insgesamt glichen sich die Renditen der Versicherer immer mehr an, sagte Will. Der Renditeunterschied zwischen dem besten und schlechtesten Anbieter sank von drei auf zwei Prozentpunkte. Zehn Unternehmen scheuten den Test, darunter die Axa, die DBV-Winterthur, ÖSA Öffentliche Leben Sachsen-Anhalt und die PB Leben.

Verbraucher sollten sich von der gestiegenen Rendite nicht blenden lassen, warnen Verbraucherschützer. Ohnehin fließen laut Assekurata nur etwa vier Fünftel der Beitragszahlungen in den Spartopf, mit dem restlichen Fünftel decken die Versicherer Kosten und Risiken.

Grundstätzlich unterscheiden die Versicherer zwischen einer garantierten Beitragsrendite und einem zusätzlichen Teil, der aus der Überschussbeteiligung stammt. Diese schwankt mit den Erträgen, die Versicherer bei der Anlage der Versichertengelder am Kapitalmarkt erzielen.

Insbesondere dank der Erholung des Kapitalmarktes versprechen die Versicherer ihren Kunden nun wieder höhere Auszahlungen bei Fälligkeit ihrer Kapitallebensversicherung oder dem Start der privaten Rentenzahlung.

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