Neben der Niedrigzinspolitik der Notenbanken stehen die Versicherer noch vor anderen Problemen. Hatten die Gesellschaften 1970 noch fast 13 Prozent ihrer Kapitalanlagen am Immobilienmarkt investiert, sind es heute nur noch etwa zwei Prozent. Und an den Finanzmärkten ist nach wie vor ein nahezu unberechenbares Auf und Ab zu beobachten. Poweleit geht sogar so weit, dass er vor Gesellschaften warnt, die mit zu hohen Renditen um das Geld der Kunden buhlen: "Sie könnten zu hohe Risiken am Aktienmarkt eingegangen sein."
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Die Entwicklung der Verzinsung von Lebensversicherern sehen Sie in dieser Grafik. (© Graphik: SZ)
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Neue Geschäftsmodelle boomen
Die Bundesanstalt für Finanzdiestleistungsaufsicht (Bafin) beobachtet die Lage der Lebensversicherer deshalb genau. Bafin-Präsident Jochen Sanio geht davon aus, dass einige Gesellschaften ihre Renditen in diesem Jahr senken werden. Aus diesem Grund suchen Unternehmen wie Kunden nach Auswegen.
So boomt derzeit im Gegensatz zum traditionellen Geschäft mit laufenden monatlichen Beiträgen eine andere Form der Zahlungsweise: das Einmalgeschäft, bei dem die Kunden große Beträge auf einmal anlegen. Während die Einmalbeiträge im Jahr 2009 um rund 60 Prozent wuchsen, schrumpfte das traditionelle Geschäft mit Lebens- und Rentenversicherungen um etwa 3,3 Prozent.
Die Policen mit Einmalbeiträgen wurden in der Finanzkrise als sichere, meist kurzfristige Geldanlage, etwa für auslaufende Lebensversicherungen, genutzt, erklärte der Chef des Branchenverbandes GDV, Rolf-Peter Hoenen, am Donnerstag in Berlin. Doch trotz der Probleme erwartet er mittlerweile im Jahr 2010 "stabile, wenn nicht sogar leicht wachsende Beitragseinnahmen". Im Herbst hatte Hoenen für 2010 noch den ersten Einnahmerückgang seit Jahrzehnten vorausgesagt.
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(SZ vom 19.03.2010/jcb)
Eurovision Song Contest
Zur Kapitalbildung eine Lebensversicherung dazwischen zu schalten ist sicher nur mehr die suboptimale Lösung. Wieso einer Versicherung dicke Provisionen ohne angemessene Leistungserbringung zugestehen? Die Renditen, die die Versicherungen erzielen, werden am Kapitalmarkt erwirtschaftet. Warum also nicht gleich direkt dort investieren ohne teure und undurchsichtige Versicherungspraktiken. Für auf Sicherheit bedachte Sparer gibt es sehr günstige Banksparpläne. Für risiko- und renditebereite Anleger gibt es Sparpläne auf Indexfonds (ETF's) - keine veralteten gemanagten Aktienfonds, denn dann hat man wieder eine Instanz die viel Geld kostet dazwischen.
"Kunden müssen mit drastischen Einbußen rechnen."
Naja es ist ja auch nicht Sinn der Sache, dass normale Bürger, die versuchen redlich zu Arbeiten und zu Leben vom Casinobetrieb der Finanzmafia profitieren.
Da stehen dann so wohlige Sachen wie "sie bekommen zwar nur garantierte 1,5 % - aber wir geben ihnen gnädigerweise auch mehr wenn wir lust haben - gucken sie sich die Entwickliung hier auf dem Diagramm an" im Vertrag. Merke: Die Abschöpfung ist für den Hütchenspieler - das Risiko und der Verlust für das tumbe Arbeitsvieh.
Nach der Privatisierung der Renten nun die der Krankenversicherung : aber es gibt ja genug Leute, die FDP waehlen!
Schon die Bezeichnung "Versicherung" bei der RV war immer Betrug ist ist vollends zur Farce geworden. Schade, dass bei dem Besch.. (fast) alle mitgemacht haben.
Zu unflexibel, geringe Rendite.
Risikolebensversicherung (bei einer Familie) und dann richtig.
Und den Rest getrennt anlegen - zum Beispiel in die eigene Immobilie.
...beim erreichen des rentenalters wenigstens für ne kapsel kaliumcyanid
Paging