Künstliche Intelligenz Supercomputer Watson wird Kundenberater

Eine Archivaufnahme von Watson 

(Foto: AFP)

Beraten von einem künstlichen Superhirn? Das könnte bald kommen. IBMs intelligenter Riesenrechner soll nun bei Hotlines und Call-Centern eingesetzt werden. Vor zwei Jahren trat Watson schon mal zur US-Quizsendung Jeopardy an - und gewann gegen einen Seriensieger.

Gut zwei Jahre ist es her, da hat ein Supercomputer namens Watson in der US-Quizsendung Jeopardy brilliert. Er schlug im Februar 2011 den 74-maligen Gewinner des bekannten Ratespiels Ken Jennings.

Gut möglich, dass eine Watson-Variane einem bald als Kundenberater gegenübersitzt: "Wieviel Geld wollen Sie den anlegen? Wie gehen Sie mit Kursverlusten um?"

Langweiliger als beim Bankberater kann das Gespräch mit einem digitalen Superhirn sicher auch nicht werden. Watson-Eigner IBM denkt zunächst einmal an Einsätze bei Hotlines und zur Unterstützung von Routine-Arbeiten menschlicher Berater. Also keine Sorge, das persönliche Gespräch wird nicht abgeschafft. Aber die Routinefragen nach Alter, Beruf und Gesamtvermögen kann man vielleicht bald Watson anvertrauen. Die Technologie kann zum Preis ab etwa 250.000 Euro eingesetzt werden.

IBM stellte am Dienstag diverse Neuheiten bei Software und Technik vor, die Unternehmen helfen sollen, die explodierenden Datenmengen zu bewältigen. Darunter ist auch ein Baukasten-System, mit dem Technologien des Supercomputers Blue Gene für den Mittelstand zugänglich werden sollen. Die Listenpreise fangen bei 1,75 Millionen Euro an. IBM habe über eine Milliarde Dollar für Entwicklung und Zukäufe ausgegeben, um die Lösungen auf die Beine zu stellen, hieß es.