Als Antwort auf die Erosion der Gesetzlichen Rentenversicherung ist die Riester-Rente bislang kaum umstritten. Doch nun muss sie von Ökonomen Kritik einstecken.
Das Geschäft mit der Riester-Rente läuft glänzend. Fast 13 Millionen Bürger nutzen bereits die staatlich geförderte zusätzliche Altersvorsorge. Trotz der Finanzkrise schlossen von Juli bis September 2009 mehr als 250.000 Menschen einen neuen Vertrag ab.
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Für die Hans-Böckler-Stiftung ist die Riester-Rente auch gesamtwirtschaftlich eher von Nachteil. (© Foto: dpa)
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Ist das Riester-Sparen jedoch volkswirtschaftlich überhaupt sinnvoll? Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung kommt in einer Studie zu einem überraschenden Ergebnis: Arbeitnehmer werden demnach bei der Riester-Rente einseitig belastet. Und gesamtwirtschaftlich gesehen wäre es besser gewesen, die Vorzüge der gesetzlichen Rente zu bewahren.
Die Deutschen werden zunehmend älter. Die Ausgaben für Renten, Pflege und Gesundheit ziehen an. Ziel der Rentenreformen seit Anfang des Jahrtausends war es daher, die höheren Kosten aufzufangen und die Beitragssätze zur gesetzlichen Rentenversicherung bis zum Jahr 2030 auf höchstens 22 (derzeit 19,9) Prozent zu begrenzen.
Um das System auch für die Jüngeren stabil zu halten, wird das Rentenalter deshalb schrittweise bis auf 67Jahre heraufgesetzt und das Rentenniveau gesenkt. Zugleich soll die Riester-Rente, bei der Arbeitnehmer ohne Beteiligung des Arbeitgebers privat ansparen, die Einbußen bei der gesetzlichen Rente ausgleichen. Der IMK-Studie zufolge bringt dies jedoch viele Nachteile:
- Der Beitrag: Zwar dürfte der Beitrag bis Ende 2030 nur auf 22 Prozent steigen. Doch unterm Strich kommt dies die Beschäftigten teuer zu stehen: Einschließlich der Beiträge zur Riester-Rente sollen Arbeitnehmer bis zu 15 Prozent ihres Bruttoeinkommens für ihre Altersvorsorge aufwenden - elf Prozent als hälftiger Beitrag zur gesetzlichen Rente sowie vier Prozent für die geförderte private Vorsorge. Geht man, wie die fünf Wirtschaftsweisen, davon aus, dass der Beitragssatz ohne die Reformen auf knapp 25 Prozent klettern müsste, wäre der Anteil der Arbeitnehmer 2030 mit 12,5 Prozent deutlich geringer.
- Die Zinsen: "Es ist eine Illusion zu glauben, dass die kapitalgedeckte Alterssicherung auf Dauer höhere Renditen erzielt als das Umlagesystem bei der gesetzlichen Rentenversicherung", warnt IMK-Direktor Gustav Horn. Bei dem Umlageverfahren wird nicht wie beim kapitalgedeckten System Geld langfristig angespart, sondern aus den Beiträgen der Versicherten direkt das Altersgeld der Ruheständler gezahlt. Die durchschnittliche Verzinsung von vier Prozent, die beim kapitalgedeckten Verfahren angenommen wird, sei aber unrealistisch, sagt der IMK-Direktor. Denn langfristig könnten Kapitaleinkommen nicht dauerhaft stärker wachsen als Löhne und Gehälter.
- Das Risiko: Horn hält die kapitalgedeckte Altersvorsorge für weniger krisenfest. Das zeige gerade die jüngste Weltwirtschaftskrise. So müssten in den USA alle über 45-Jährigen mit Renteneinbußen zwischen 17 und 25 Prozent rechnen.
- Das Wachstum: Seit den Rentenreformen sparen die Deutschen mehr. Dies habe den privaten Konsum gedämpft, was wiederum das Wachstum schwächte. Und dadurch, heißt es in der Studie, seien die Einsparerfolge des Staates bei der Rentenversicherung zunichte gemacht worden.
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(SZ vom 17.11.2009/pak)
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Also müssen die Zulagen und Förderungen dann zurück bezahlt werden. Es ergibt sich dann folgendes Szenario. 2/3 der angesparten Summe behält der Versicherer. 1/3 bekommt Ihre Frau. Davon zahlt sie aber die Zulagen und Förderungen zurück.
und geht somit leer aus. HAHA sagen dann alle. Bzw: Tut mir Leid, aber Sie haben den Vertrag ja so unterschrieben. Dass Sie nicht verstanden haben was sie da unterschrieben haben ist ja nicht unser Problem.
Ausser Spesen nix gewesen.
Somit sind Ihre Angehörigen dann gleich dreimal die Dummen.
Die Versicherer zucken dann aber mit den Schultern, und sagen "Sorry, so sind die Gesetze. Da können wir auch nix machen. Ist aber kein Problem wir haben jetzt 2/3 von ihrem ganzes Geld, und von dem restlichen Drittel zahlen sie jetzt noch die Zulagen und Förderanteile zurück" Da können die Erben dann froh sein, wenn sie nichts nachzahlen müssen.
Tolle Wurst. Staatlich gefödert. Mir hat es bei der Lektüre von www.altersvorsorge-und-riester-rente.info wirklich die Schuhe ausgezogen! Fast 150 Seiten Kopfschütteln.
Immerhin zahlt der Versicherungsheini garantiert bis 75 (10 Jahre), bei Tod am ersten Rententag bekommt die Witwe sofort nur 60% der gesetzlichen Rente.
Was die Geringverdiener angeht: Es gibt/gab Bestrebungen, Riester NICHT auf die Grundsicherung anzurechnen. Wenn Sie es so betrachten, dann brauchen Sie unterhalb von 36 Rentenpunkten (=ca. 32 Jahre Durchschnittsverdiener) gar nicht fürs Alter vorzusorgen. Bei einem Ehepaar ist Sozialgeld etwa 1000 wert, wer also volle 45 Jahre lang für im Schnitt unter 24.000 p.a. arbeitet, der hat wahrscheinlich sowieso nicht gespart und bekommt sowieso Sozialgeld. Alleine weil die Rente dann kleiner ist als das Existenzminimum.
Meine Kritik am Riester ist, dass dieses Konstrukt nicht provisions- und kostenfrei in Bundesschatzbriefe gehen kann. Und meine Kritik an der Rente ist, dass es keine Grundrente gibt. Die Rente hat keine Solidarkomponente, damit macht die Rente per Aufstockung auf das Existenzminimum KEINEN Unterschied, ob jemand wenigstens etwas gearbeitet oder 45 Jahre Vollkarriere als Sozialfall hingelegt hat. Kann nicht sein, das bestraft die fleissigen/ehrlichen.
Nebelkerze 3:
Der Versicherungsverkäufer wird in seinem Gespräch einräumen, dass es am Anfang viele Kritiker der Riester-Rente gab. Diese sind aber inzwischen verstummt, und die Riester-Rente ist der Renner bei der Altersvorsorge geworden.
Lüge! Die Kritiker von damals waren die Versicherungen doch selbst! Jahre lange haben Sie gejammert, bis der Gesetzgeber ihnen erlaubte höhere Kosten und Gebühren für die Riester-Rente zu verlangen. Dadurch hat sich die Situation für den Sparer aber deutlich verschlechtert, allerdings weiß er das ja nicht Dadurch, dass die Versicherungsunternehmen nun so viel Geld mit den Verträgen verdienen, setzen Sie natürlich auch alles daran, möglichst viel davon zu verkaufen. Nachdem der normale Sparer in Beratungsgespräche geht, ohne sich selber vorher informiert zu haben, ist es für die Versicherungsunternehmen dann ein Kinderspiel ihm diese teuren Verträge zu verkaufen!
Nebelkerze 4:
Über 50% Förderung durch den Staat! Bis zu 60.000 Euro pro Kind geschenkt! Mit der Riester-Rente unterschreiben Sie also nur, dass Ihnen endlich jemand all das ganze Geld schenken kann. Schlimm genug, dass Sie das so lange versäumt haben!
Schwachsinn! Jedes andere Bankkonto wird mit einer Verzinsung angegeben. Raten Sie mal, wieso das bei der Riester-Rente kein einziges Versicherungsunternehmen macht? In meinem E-Book werde ich schonungslos mit einer Vielzahl von Beispielen aufzeigen, wie hoch die Rendite der Riester-Rente des Testsiegers ist. Sie werden zusätzlich noch sehen, wie Sie die Rendite künftig selber ganz einfach berechnen können. So müssen Sie nie wieder auf Lügen reinfallen, und sich anhören, dass Sie beschenkt werden, und später fest stellen, dass eigentlich Sie derjenige waren, der die Geschenke verteilt hat!
Vgl. www.Altersvorsorge-und-riester-rente.info
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