Die Rating-Agentur Standard & Poors hat das Land bereits Anfang der Woche herabgestuft, jetzt zieht Fitch nach - und verpasst Griechenland die Note "CCC". Es ist die schlechteste Note vor einem Zahlungsausfall. Unterdessen erwägt die griechische Regierung den Einsatz privater Steuerfahnder, um die Staatseinnahmen verlässlicher einzutreiben.
Die Rating-Agentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von Griechenland erneut kräftig heruntergestuft. Die Agentur verpasste Griechenland die Note "CCC". Dies ist mehrere Stufen unter der bisherigen Bewertung "B+" und die schlechteste Note vor einem Zahlungsausfall.
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Fitch begründete die Herabstufung damit, dass es bislang kein neues, komplett finanziertes und glaubwürdiges Wirtschaftsprogramm von EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) gebe. Schuld sei auch der sich verschlechternde wirtschaftliche Ausblick für das Land sowie die Ungewissheit über die Beteiligung privater Gläubiger an einem zweiten Rettungspaket, erklärte die Rating-Agentur.
Die beiden anderen Ratingagentur Standard & Poor's ("CCC") und Moody's ("Caa1") hatten schon früher ihre Noten auf ein vergleichbares Niveau reduziert. Der Eurokurs reagierte daher kaum auf die Entscheidung von Fitch und notierte mit 1,4160 US-Dollar nur knapp unter seinem Tageshöchstkurs.
Der IWF hatte zuvor Erwartungen bestätigt, wonach Griechenland in den kommenden drei Jahren mindestens rund 100 Milliarden Euro zur Abwendung einer Pleite benötigt. In einem Bericht beziffert der IWF den Finanzbedarf des hochverschuldeten Landes bis Mitte 2014 auf insgesamt 104 Milliarden Euro. Von der Summe sollten 71 Milliarden auf die Euro-Länder und 33 Milliarden Euro auf private Gläubiger des Landes wie Banken und Versicherungen entfallen.
Offen blieb, in welchem Umfang der IWF sich beteiligen will. Bislang hat die Organisation sich an den Hilfen für angeschlagene Euro-Länder mit einem Drittel der Gesamtsumme beteiligt. Um eine Beteiligung des IWF an weiteren Hilfen für das Land zu beziffern, sei es noch zu früh, sagte der Chef der IWF-Expertengruppe für Griechenland, Poul Thomsen. Im vergangenen Jahr hatte Griechenland Notkredite von Euro-Ländern und IWF in Höhe von insgesamt 110 Milliarden Euro zugesprochen bekommen. Davon entfielen 80 Milliarden auf die Euro-Länder und 30 Milliarden auf den IWF.
In dem Bericht kritisiert der IWF auch mit deutlichen Worten die Europäer - und fordert die EU auf, den Streit um eine Beteiligung der Banken an der finanziellen Rettung Griechenlands zu beenden. Eine umfassende Beteiligung des privaten Sektors sei angebracht, so der IWF. Das Gerangel der Europäer und die in der Öffentlichkeit geführte Debatte entwickele sich aber "zu einem ernsten Problem für die Glaubwürdigkeit des Hilfsprogramms", stellte der IWF in dem Bericht fest.
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(sueddeutsche.de/Reuters/dpa/AFP/hai/olkl)
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Griechenland,Irland Portugal,
Spanien ,Italien tiefer Fall
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