Die Finanzkrise der Großbanken hatte auch vor der britischen Barclays Bank nicht Halt gemacht. Nun will sie sich vier Milliarden Pfund im Ausland besorgen.
Die britische Barclays Bank will sich einem Pressebericht zufolge vier Milliarden Pfund (5,1 Milliarden Euro) im Ausland besorgen. Das Institut verhandele mit mehreren Staatsfonds über eine Kapitalspritze, schreibt die Sunday Times ohne Quellenangabe. Der Abschluss der Verhandlungen werde in den kommenden zwei Wochen erwartet.
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Die britische Barclays Bank benötigt gut fünf Milliarden Euro Kapital aus dem Ausland. (© Foto: AP)
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Die Bank spreche noch mit sechs möglichen Investoren über die Kapitalerhöhung, hieß es in dem Bericht weiter. Mit dreien werde das Institut wohl ins Geschäft kommen. Dabei würden der China Development Bank und dem Singapurer Staatsfonds Temasek ein Vorkaufsrecht für die neuen Aktien eingeräumt. Beide Banken erwarben bereits im vergangenen Jahr Anteile.
Barclays war wie andere Großbanken auch in den Sog der Finanzkrise geraten und hatte im ersten Quartal umgerechnet 1,25 Miliarden Euro abgeschrieben. Allerdings hatte es die Briten bei weitem nicht so schlimm getroffen wie einige US-amerikanische Konkurrenten oder auch die Schweizer UBS. Ihre Kapitalreserven gelten jedoch als recht dürftig, verglichen etwa mit denen der Royal Bank of Scotland und HBOS, die umfangreiche Kapitalerhöhungen vornahmen.
Bei der Vorlage der Erstquartals-Bilanz hatte Barclays Finanzvorstand Chris Lucas gesagt, die Bank halte sich in puncto Kapitalmanagement alle Optionen offen.
(dpa/Reuters/dgr)
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