Kampf gegen die Kreditklemme: Die große Koalition stellt zinsverbilligte Darlehen bereit - damit macht die Politik kurz vor der Wahl alles richtig.
Der Kampf gegen die Wirtschaftskrise gehört zu den wenigen Bereichen, in denen die Koalition in den letzten vier Jahren mehr richtig als falsch gemacht hat. Sie schnürte schon früh zwei große Konjunkturpakete, sie legte zu einer Zeit einen Hilfsfonds für Industrie und Handel auf, als sich deren Finanzierungsprobleme erst andeuteten, und sie verabschiedete ein Gesetz zur Begrenzung von Managergehältern, über das andere bis heute diskutieren.
Bankenmetropole Frankfurt am Main: Die Konsequenz aus der Finanzkrise? Die Institute fahren eine äußerst restriktive Darlehenspolitik. (© Foto: AP)
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Dass sich Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Finanzminister Peer Steinbrück nun auf ein weiteres Programm zur Abwehr einer Kreditklemme verständigt haben, zeigt, dass die große Koalition auch vier Wochen vor der Bundestagswahl noch funktioniert - wenn es denn sein muss.
Die deutschen Banken geraten derzeit gleich von drei Seiten unter Druck: Zum einen schlummern in ihren Bilanzen immer noch viele faule Papiere. Zum Zweiten wird im Zuge der Krise eine wachsende Zahl von Firmen ihre Darlehen nicht mehr tilgen können, und zum Dritten müssen die Institute aufgrund der neuen globalen Bilanzregeln Kredite mit mehr Eigenkapital unterlegen. Das Zusammentreffen dieser drei Faktoren birgt für die Volkswirtschaft eine erhebliche Gefahr, denn es zwingt die Geldhäuser zu einer äußerst restriktiven Darlehenspolitik.
Um eine Kreditklemme zu verhindern, stellt die Regierung nun zinsverbilligte Darlehen bereit und übernimmt eine Teilhaftung für mögliche Forderungsausfälle. Auf eine Kreditvergabepflicht für teilstaatliche Banken, wie sie etwa die Linkspartei fordert, verzichtet sie dagegen - zurecht: Man kann den Instituten nicht einerseits eine zu hohe Risikobereitschaft vorhalten und sie zugleich zwingen, eben solche Risiken einzugehen.
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(SZ vom 02.09.2009/mel)
Umstrittenes Anti-Piraterie-Abkommen
... nichts an Veröffentlichungswürdigem vorhanden und somit argumentativ voll auf Augenhöhe mit dem CXU-Wahlkampf.
"Wir haben die Kraft für den Rotklick"
welche Sie freundlicherweise in Form eines Kommentars zum Thema publizieren könnten?
Im Bekanntenkreis hat gerade ein Mittelständler mit 50 Angestellten wegen der Krise Insolvenz anmelden müssen. Alle Versuche, das ANGEBLICH für diese Unternehmen bereitstehende Geld über die staatseigenen Sparkassen sowie private Banken ABZURUFEN sind gescheitert.
Warum? Weil sich am Vergabemodus seit 10 Jahren immer noch nichts geändert hat. Die Banken reichen die Gelder mit fadenscheinigen Argumenten einfach nicht durch. Versuche die lokale und die Bundespolitik darauf aufmerksam zu machen sind gescheitert. Warum? Diese sind mit Wahlkampf beschäftigt und GLAUBEN immer noch, dass das schon alles funktioniert, wenn man es SAGT. Dass den Finanzmonstern auf die Finger geschaut UND GEHAUEN werden muss, glauben diese Leute immer noch nicht. Und hinterher war's wieder keiner und die Politik ist ja nicht schuld....
Wundert Euch nicht, wenn Ihr nicht mehr gewäht werdet!
mit Ihrer Wahrnehmung und der resultierenden Meinung werden Sie der Problematik des Vorhabens, über die Banken 17,5 Milliarden Euro in die Wirtschaft zu pumpen nun wirklich nicht gerecht.
Unter anderem schreiben Sie das Risiko für die SteuerzahlerInnen klein indem Sie feststellen:
"... stellt die Regierung nun zinsverbilligte Darlehen bereit und übernimmt eine Teilhaftung für mögliche Forderungsausfälle."
Das von Ihnen als "Teilhaftung" bezeichnete, beläuft sich auf 90 % Haftung der SteuerzahlerInnen bei Forderungsausfall - lediglich 10 % des Risikos (so noch der Planungsstand per gestern, dem 1.9.2009) liegt bei den Banken, welche als erste zu 100 % von den vergebenen Krediten profitieren.
Des weiteren beklagen Sie eine vermeintliche Widersprüchlichkeit:
"Man kann den Instituten nicht einerseits eine zu hohe Risikobereitschaft vorhalten und sie zugleich zwingen, eben solche Risiken einzugehen."
Mit dem neuen Hilfsangebot, welches Herr zu Guttenberg verkünden durfte, wird genau das, was Ihrer Auffassung nach den Banken nicht zugemutet werden kann, den SteuerzahlerInnen ganz locker mal als alternativlos verkauft - das ist eine wahrhaftige Zumutung ...
... zumal die Kreditprüfung ausschließlich nur ein mal durch die "Hausbank" erfolgt (die sonst übliche nachgelagerte Prüfung durch die KfW entfällt) und die KfW-Gelder aus dem 10-Milliarden-Topf der sogenannten "Globaldarlehen" direkt durch die Hausbank weitergegeben werden.
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Man/frau stelle sich mal vor
1. Die Hausbank ABC hat Forderungen an das Unternehmen XYZ in Höhe von 10 Mio.
2. Unternehmen XYZ benötigt zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes weitere 5 Mio. , kann jedoch heute schon den bestehenden Verpflichtungen der Hausbank ABC gegenüber nicht nachkommen
3. Hausbank ABC "rät" dem Kunden Unternehmen XYZ 15 Mio. an KfW-Geld zu beantragen
4. Unternehmen XYZ beantragt einen 15 Mio.-Kredit
5. Hausbank ABC "prüft", genehmigt und zahlt diesen Kredit aus
6. Altforderungen der Hausbank ABC an Unternehmen XYZ werden beglichen
7. Ergebnis des Ganzen: Das ursprüngliche Risiko der Hausbank ABC in Höhe von 10 Mio. wird auf 1,5 Mio gesenkt
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Der hier von mir beschriebenen Vorgehensweise (Punkte 1. bis 7.) wird in der aktuellen Fassung des "Programms zur Abwehr einer Kreditklemme" keinerlei Riegel vorgeschoben ...
... so was bezeichne ich als eine Art Geschenk des Himmels - einmal mehr zu Gunsten der Banken und Lasten der Allgemeinheit.
Durchdacht sieht völlig anders aus, lieber Herr
^ber Monate die gleichen Meldungen: Bankenkrise. Schmeisst doch die Manager alle ohne Entschädigung rauss und holt euch neue Leute. Die gleichen unfähigen Manager mit mehr ( Deutscher Bankchef Ackermann) oder weniger Fortune bringen es noch nicht. Es ist doch nur heisse Luft.
Paging