Das radioaktive Gas Radon entsteht in manchen Regionen im Erdreich und dringt durch unzureichend abgedichtete Fundamente in Wohnhäuser ein. Bewohner von Häusern mit dem höchsten Radongehalt hatten ein um 40 Prozent höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, als die Vergleichsgruppe.
Mit einer neuen Studie zum Krebsrisiko greift das GSF-Forschungszentrum in Neuherberg bei München in den Streit um einen neuen Grenzwert ein. Es geht um das radioaktive Edelgas Radon, das in manchen Regionen beim Zerfall von natürlichem Uran im Erdreich entsteht und durch unzureichend abgedichtete Fundamente in Wohnhäuser eindringt.
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Die GSF-Forscher hatten vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Auftrag bekommen, mit epidemiologischen Studien das Risiko für Lungenkrebs durch Radon zu bestimmen. Dazu haben die Wissenschaftler die Wohnungen von knapp 3000 Krebs-Patienten und 4200 Gesunden vermessen.
Das Ergebnis: Bewohner von Häusern mit dem höchsten Radongehalt hatten ein um 40 Prozent höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, als die Vergleichsgruppe.
In den besonders belasteten Haushalten fanden die Forscher Konzentrationen des Gases von 140 bis 3000 Becquerel (radioaktive Zerfälle pro Sekunde) pro Kubikmeter Luft, im Mittel waren es dort 252 Becquerel pro Kubikmeter.
In der Vergleichsgruppe lag der Wert unter 50 Becquerel pro Kubikmeter und damit unter dem deutschen Durchschnitt: Er beträgt 50 Becquerel pro Kubikmeter in westlichen und 75 Becquerel pro Kubikmeter in östlichen Bundesländern.
Besonders belastet sind das oberbayerische Alpenvorland, das Erzgebirge, der Schwarzwald und andere Mittelgebirge.
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