Das Geld aus dem Fonds reicht hinten und vorne nicht: Etliche Krankenkassen wollen daher Zusatzbeiträge erheben. Wie Mitglieder reagieren können - eine Übersicht.
Eigentlich sollte die Krankenversicherung zum 1. Juli günstiger werden. Im Rahmen ihrer Konjunkturpakete hat die Regierung beschlossen, den Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung um 0,6 Punkte auf 14,9 Prozent zu senken. Doch nun müssen sich Millionen Versicherte auf höhere Beiträge einstellen: Josef Hecken, Chef des Bundesversicherungsamts, erwartet, dass 16 Kassen von Juli an Zusatzbeiträge erheben.
Die Preise steigen: Fachleute erwarten, dass 16 Kassen ab Juli Zusatzbeiträge erheben. (© Foto: ddp)
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Was ist ein Zusatzbeitrag?
Seit Januar 2009 gibt es den Gesundheitsfonds. Jeder gesetzlich Versicherte zahlt seitdem den Einheitssatz von 15,5 Prozent in den Fonds ein - der wiederum verteilt das Geld an die Kassen. Kommt eine Kasse mit dem Geld nicht aus, muss sie von den Mitgliedern zusätzliches Geld kassieren; hat sie dagegen ein Polster in der Kasse, kann sie an die Mitglieder einen Bonus ausschütten. Das, so die Idee der Gesundheitsreformer, soll den Wettbewerb anheizen. Kritiker bemängeln aber, dass eine Kasse nur bedingt Einfluss darauf nehmen kann, ob das zugewiesene Geld reicht oder nicht.
Wie können Versicherte reagieren?
Erhebt eine Kasse einen Zusatzbeitrag, steht den Versicherten ein Sonderkündigungsrecht zu. Sie können ihre Mitgliedschaft dann bis zur erstmaligen Fälligkeit des Zusatzbeitrags kündigen - danach erlischt das Sonderkündigungsrecht. Die Krankenkassen sind verpflichtet, ihre Mitglieder auf das Recht zur Sonderkündigung hinzuweisen - und zwar einen Monat vor Erhebung des Zusatzbeitrags. Aber: Viele Kassen verstecken den Hinweis gerne - zum Beispiel irgendwo in ihren Mitgliedermagazinen. Versicherte sollten daher in den nächsten Monaten genau die Publikationen der Kassen beobachten, raten Verbraucherschützer.
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- Krankenkassen Aus für das Sammeln Kranker 28.01.2009
Bruce Springsteen in Frankfurt
Meine BKK ALP plus in Stolberg hat mich heute darüber informiert, dass eine Prämie von 70 pro Jahr gezahlt wird, hört sich super an.
Dann fragen Sie auch "meinen" Internisten eine Strasse weiter, der seit etwa 10 Jahren Freitags wegen "Weiterbildung" geschlossen hat und vorm Quartalsende häufiger wegen "Krankheit".
Im Gesundheitsunwesen gibts Leute die sich abschuften und solche, die sich einen lenz machen. Dazu Abzocker und Abgezockte. In allen Kombinationen.
Hört man ein Klagen aus der Pharmaindustrie? Aber fragen Sie einmal, was ihr Krankenhausarzt, der abends um 22.30 Uhr nicht mehr operieren will, weil er bereits übermüdet ist (ist uns wirklich passiert!) verdient! Da kann unser Geld nicht verschwendet worden sein.
Es drängt sich der Verdacht auf, Politiker betätigen sich hier als Hütchenspieler. Je mehr Aktion gezeigt wird desto weniger fällt auf wie hoch die Gewinne der Pharmaindustrie im Gegensatz zu anderen EU- Ländern ausfallen.
So gesehen ist die Investition der Pharmalobby in die Politik doch ein voller Erfolg.
Sie wissen was die Werbung dort kostet und dass ihr Apotheker die Rentner-Bravo bezahlen darf? Raten Sie mal warum in jeder Werbung "fragen Sie Ihren Apotheker" kommt. Die Werbung dort ist sauteuer und der Apotheker latzt für jedes "Gratisexemplar".
Wer seinem Apotheker was Gutes tun will, der lässt dieses Werbeblatt der Pharmabranche bei dem liegen und hilft ihm, die Drückerkolonne des Verlags aus der Stadt zu prügeln. Ein Alibi ist Ihnen sicher. Fragen Sie auch danach Ihren Apotheker.
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