Der Euro soll gerettet werden - und es kostet unendlich viel Geld. Doch wer wird am Ende die Rechnung für die Rettung begleichen? Vier Lösungen gibt es. Und keine von ihnen ist schön.
In Athen protestieren die Bürger gegen das harte Sparprogramm zur Sanierung der griechischen Staatsfinanzen. In Mailand, Rom und Palermo gehen Demonstranten gegen Haushaltskürzungen und Arbeitslosigkeit auf die Straße. In New York fordert der milliardenschwere Investor Warren Buffett öffentlichkeitswirksam eine Reichensteuer im Kampf gegen die Haushaltsmisere.
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Angela Merkel verlangt von den europäischen Regierungen, dass sie zur Rettung des Euro die Budgets verwalten wie eine schwäbische Hausfrau. (© dpa)
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Vier Jahre nach Beginn der Finanzkrise stecken viele Industrieländer in der Schuldenfalle. Zwischen Einnahmen und Ausgaben klaffen gewaltige Lücken. Die Supermacht USA steht mit 15 Billionen Dollar in der Kreide, mehr als die jährliche Wirtschaftsleistung. In der krisengeschüttelten Euro-Zone summieren sich die Staatsschulden auf 85 Prozent. Überall in den westlichen Industrienationen wollen die Menschen wissen, wer die Rechnung bezahlt, wer einsteht für das viele Geld, das längst ausgegeben wurde. Vier Lösungen gibt es - schön ist keine.
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Bruce Springsteen in Frankfurt
Mir würden da noch andere Lösungen einfallen.
Warum müssen in dem jeden von Ihnen genannten Fällen, die Bürger dafür haften? Die Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, Rentner, Arbeitslose Kranke usw. Alle 4, aus meiner Sicht einseitigen Lösungen, welche in erster Linie die Treffen, welche für die Krise überhaupt keine Verantwortung tragen, sollen für die Zockerei anderer, zur Kasse gebeten werden? Warum bittet man nicht erst einmal die zur Kasse bitten, welche zu den Verursachern gehören?
Wirklichkeitsferne EU und deutsche Blase
Das Nachkriegssystem der öffentlichen Verschuldung und der Finanzbeziehungen zwischen den Staaten, das seinen Ursprung im Abkommen von Bretton Woods und dem IWF hatte, wurde durch verschiedene Faktoren geschwächt. Hierzu zählen vor allem das schnelle Wachstum aufstrebender Schwellenländer wie China, die niedrigen Wachstumsraten in Europa und die plötzlich in die Höhe geschossene öffentliche Verschuldung. Statt sich jedoch diesen Herausforderungen zu stellen und vor allem dem Problem des stagnierenden Wachstums in den westlichen Ländern zu begegnen, versteckte sich die Elite Europas hinter billigen Krediten und verschärfte so die Krise.
Deutschland, das sich gerne als “Wirtschaftslokomotive” Europas bezeichnet, ist viel zu abhängig von der Eurozone als Absatzgebiet für seine Produkte. Die Käuferländer dagegen hängen am Tropf einer Kredit- und Vermögensblase, die bereits Spanien und Irland aufgesaugt hat und die die Probleme Griechenlands und Portugals zusätzlich verschärft hat. Deutsche, aber auch andere europäische Banken, nahmen das Geld aus dem Handelsüberschuss, das durch die Verkäufe an die „PIIGS“ (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) erzielt wurde und gaben es diesen Ländern in Form von billigen Krediten zurück.
Die Eurozone und die Politik der EZB, die darauf fixiert war, die Zinsen niedrig zu halten, ermöglichte es den schwächeren Ländern, billige Kredite aufzunehmen. Staatsanleihen konnten zu fast dem gleichen Zinssatz ausgegeben werden wie deutsche Staatsanleihen. So trug die exportorientierte Politik Deutschlands zur Entstehung der Kreditblase in den Ländern der europäischen Peripherie bei. Dank der eifrigen Unterstützung der Finanzmärkte schien sich dieses riesige Karussell zehn Jahre lang gut zu drehen – so lange, bis der Schock der Finanzkrise das Ganze als riesige Blase entlarvte.
Die Zerstörung, die diese zum Vorteil Nordeuropas zurechtgebastelte Einheitswährungszone verursacht hat, ist so stark, dass Griechenland unterdessen Olivenöl aus Deutschland importiert. Im September kauften Konsumenten in Griechenland von deutschen Anbietern Olivenöl im Wert von EUR 2 Millionen und das, obwohl ein Großteil dieses Öls aus dem Land selber stammte [4]. Die Rezession in Griechenland, die durch die EU-IWF Sparprogramme weiter verschärft wurde, hat zu noch größeren Ungleichheiten zwischen der deutschen und der griechischen Wirtschaft geführt.
Euro-Laden am längsten durchhält . Dass der zusammenkrachen wird , ist unvermeidbar . Und mit ihm noch einiges andere .
Unkte die Unke .
Die Autorin Catherine Hoffmann schafft es tatsächlich, neben in ihren vier Pseudo-Lösungsvorschlägen (Erhöhungen der Massensteuern, Austeritätspolitik, Schuldenschnitt, gewollte Inflation), deren Nachteile sie klar aufzeigt, die einzige wirkliche und auch offensichtliche Lösung – Erhöhung der Steuern auf Vermögen, hohe Einkommen und Kapitalerträge – *nicht* zu erwähnen. Reife Leistung!
Zu Erwähnen ist jedoch auch, dass die „Nachteile“, die Frau Hoffmann zum Thema „Inflation“ aufzählt, komplett an den Haaren herbeigezogen sind. Eine aktivere EZB-Politik – und darauf will Frau Hoffmann wohl hinaus – jedoch nicht.
Die Autorin Catherine Hoffmann schafft es tatsächlich, neben in ihren vier Pseudo-Lösungsvorschlägen (Erhöhungen der Massensteuern, Austeritätspolitik, Schuldenschnitt, gewollte Inflation), deren Nachteile sie klar aufzeigt, die einzige wirkliche und auch offensichtliche Lösung – Erhöhung der Steuern auf Vermögen, hohe Einkommen und Kapitalerträge – *nicht* zu erwähnen. Reife Leistung!
Zu Erwähnen ist jedoch auch, dass die „Nachteile“, die Frau Hoffmann zum Thema „Inflation“ aufzählt, komplett an den Haaren herbeigezogen sind. Wie will die gute Frau denn eine solche Inflation auslösen? Geld (physisch) drucken und mit dem Helikopter über Europa abwerfen? Nun gut, das würde i.d.T. Inflation erzeugen. Eine aktivere EZB-Politik – und darauf will Frau Hoffmann wohl hinaus – jedoch nicht (Nachdenkseiten).
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