Wenn weder der Aktien- noch der Rentenmarkt überzeugen, können kombinierte Fonds helfen, stürmische Zeiten zu überstehen. Die Anlageform ist besonders für bequeme Sparer interessant.
Aktien und Anleihen gehören in fast jedes Portfolio von Privatanlegern - doch nicht jeder kann oder will selbst kontrollieren, ob die Mischung auch in wechselnden Marktphasen passt. Die Lösung der Fondsbranche dafür sind Mischfonds: Vor allem bequemeren Investoren mit kleinen Anlagesummen soll diese Alternative die Entscheidung abnehmen, eine Anlageklasse aufzustocken oder eben nicht.
In Mischfonds sind Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere enthalten. (© Foto: Vera Thiessat)
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In Mischfonds sind Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere enthalten. Je nach Marktsituation können sich die Gewichte verschieben, bei flexiblen Fonds können die Fondsmanager auch ganz aus dem Renten- oder Aktienmarkt aussteigen.
Mit dieser Strategie wollen die Fonds das Verlustrisiko verringern und auch in volatilen Marktphasen Gewinne erwirtschaften. Viele werben mit einer im Vergleich zu reinen Aktienfonds geringeren Schwankungsbreite.
Deutliche Schwankungen
Doch bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass dies nicht immer stimmt. Manche der flexiblen Fonds schwanken erheblich. "Mischfonds können auch nicht zaubern", sagt Holger Bufe vom Geldanlage-Centrum. Neben den Regulatorien zur Anlagestrategie, die sich die Fonds selbst auferlegen, spiele dabei das Geschick des Managements eine besondere Rolle. "In der Praxis ist es so, dass Fondsmanager von Mischfonds nicht so aktiv arbeiten, wie man es gerne hätte."
Auffällig ist auch, dass die Mischfonds von großen renommierten Fondsfirmen wie DWS oder Union Investment nicht in der Liste der besten Fonds auftauchen - dort sind vor allem Fondsboutiquen und Vermögensverwalter enthalten, die oft nur einen Fonds aufgelegt haben.
Knapp 36 Milliarden Euro sind derzeit laut Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) in Mischfonds investiert, allerdings zogen Anleger nach starkem Zulauf seit Jahresanfang im Juni etwa 260 Millionen Euro ab.
Gewichtung der Fonds sehr unterschiedlich
Die einzelnen Fonds unterscheiden sich in der Gewichtung von Aktien und Anleihen stark. Gerade flexible Mischfonds sind häufig Aktienfonds, die jedoch die Aktienquote frei variieren und das Geld kurzfristig parken können.
Dazu gehört etwa der Vermögensaufbau-Fonds HAIG I. Derzeit sei das gesamte Fondsvermögen in Aktien investiert, sagte Holger Steinhaus, der den Fonds berät. Das hat in den vergangenen Monaten, als die Aktienkurse deutlich nachgaben, zu einem Wertverlust von mehr als zwölf Prozent geführt. "Die Korrektur hat uns in dem Ausmaß überrascht." Dennoch will Steinhaus die Strategie nicht ändern und in Aktien investiert bleiben. "Trotz der gegenwärtigen Korrektur sehen wir auf Sicht von ein bis zwei Jahren hier mehr Potenzial als bei Renten."
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