Das Bundesfinanzministerium will besonders schadstoffarme Autos ab 2009 von der Kfz-Steuer befreien. Der Verkehrsclub VCD kritisiert das Vorhaben - weil Spritschlucker nicht ausreichend abkassiert würden.
Für Fahrzeuge, die höchstens 100 Gramm Kohlendioxid (CO2) je Kilometer ausstoßen, soll die Abgabe nach den jetzt bekannt gewordenen Plänen entfallen. In einem Eckpunktepapier schlägt der Bund den Ländern erstmals konkrete Schritte zur Umstellung der Kfz-Steuer vom Hubraum auf den Ausstoß des Treibhausgases CO2 vor. Kernpunkt ist eine gleichmäßig mit dem CO2-Ausstoß ansteigende Belastung. Beim Verkehrsclub VCD stieß der Vorschlag auf Ablehnung, weil Spritschlucker nicht ausreichend stark zur Kasse gebeten würden.
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Bisher fallen nur wenige Kleinwagen unter den angedachten CO2-Freibetrag, darunter der Volkswagen Polo Blue Motion oder der Smart CDi. Ein Mini Cooper D oder ein Toyota Prius Hybrid liegen nur leicht darüber. Die CO2-Emissionen von neu verkauften Pkws liegen derzeit im Schnitt bei etwa 170 Gramm/Kilometer. Bis 2012 sollen sie auf 120 Gramm/Kilometer sinken. Zugleich sollen die Euro-Abgasnormen 2009 und 2014 weiter verschärft werden.
Besschluss wohl noch im Dezember
Das Aufkommen der Kfz-Steuer steht den Bundesländern zu, die bei der Umstellung vom Hubraum auf den Schadstoffausstoß deshalb das entscheidende Wort sprechen dürften. Für dieses Jahr werden die Steuereinnahmen auf 8,8 Milliarden Euro geschätzt. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, bei den Eckpunkten handele es sich nur um einen Vorschlag für die Gespräche mit den Ländern. Er werde voraussichtlich am 5. Dezember im Rahmen des Energie- und Klimaprogramms von der Bundesregierung beschlossen.
Das Ministerium schlägt außerdem vor, Autos, die vorzeitig der im September 2014 kommenden Euro-6-Abgasnorm entsprechen, befristet von der Steuer zu befreien. Das Gleiche soll für die Euro-5-Norm geprüft werden, die 2009 eingeführt wird. Für Altfahrzeuge soll es bei der Besteuerung nach Hubraum und Schadstoffausstoß bleiben. Für Pkws, welche die Euro-2- und die Euro-3-Norm erfüllen, sollen allerdings die Steuersätze angehoben werden, und zwar "angemessen in ihrer Höhe und im Verhältnis zur emissionsabhängigen Besteuerung der übrigen Fahrzeuge". Die Steuer für Euro-4-Fahrzeuge soll später steigen. Wenn sie zwischen dem Kabinettsbeschluss und dem 31. Dezember 2008 zugelassen werden, sollen sie ebenfalls nach dem CO2-Ausstoß besteuert werden, wenn dies günstiger ist.
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) erklärte, die Regierung bleibe weit hinter dem Notwendigen zurück. Wenn jedes Gramm CO2 oberhalb der Freigrenze gleich viel koste, würden Spritschlucker kaum teurer als heute.
(Reuters/mah)
Debatte über Urheberrecht
Sie meinen, dass durch die 19% MwSt. abkassiert wird?
Auffälig ist hierbei am KfZ-Markt, dass alle Händler mit ihren Angeboten gelockt haben, dass man jetzt Neuwägen kaufen solle. Super geh ich hin, mach ein Schnäppchen... Seltsam ist aber wiederum, dass die Wägen ein paar Monate zum selben Preis angeboten werden... Seltsam nicht wahr? Gibt dazu recht gute Statistiken wie die Preisentwicklung und die Verkäufe Ende letzten Jahres waren.
Aber ich behaupte mal, dass die meisten Bürger (95% lesen als Standard die Bild) nicht wirklich verstehen, welche Auswirkung was bringt. Herrlich amüsant fand ich die Stastik, dass es Hamsterkäufe für Lebensmittel gab vor der MwSt.-Erhöhung. Das lustige war ja mal, dass die MwSt. für Lebensmittel gleich geblieben ist!
Zum Thema CO2 Ausstoß.
Da gebe ich ihnen auf alle Fälle recht. Es gab da einen netten Bericht (glaub sogar hier in der Süddeutschen), dass ein münchner Rathausmitarbeiter einen Oldtimer fährt und diese ja eine Sonderrolle einnehmen. Rentieren würde sich das aufrüsten wohl nich. Aber süffisant meinte dieser "Da würde es sicher eine sinnvolle Regelung geben für Staatsdiener." Solche Aussagen ärgern mich sehr!
Darüber hinaus greift dieser Ansatz der CO2 Emmision nicht wirklich. Sinnvoller ist es wie von verschiedenen universitären und hochschulischen Bereichen vorgeschlagen die Rohemision von Motoren zu besteuern. Damit würden die sinnlosen Verbrennungsmonstermotoren stark benachteiligt. Dies würde wiederum die Entwicklung fortsetzen andere Energiequellen als öl zu suchen und wirtschaftliche Impulse setzen. Weg von der Abhängigkeit von öl und Erdgas... Koppelung von Rohöl und Erdgaspreis is der nächste *hüstel* Griff ins Klo.
Und was lernen wir abschließend daraus? Es zählt wieder mal die Lobby-Arbeit. hoffen wir mal, dass neue und nachhaltige Lobby´s entstehen!
bzockprogramm. Hierdurch soll der Bürger gezwungen werden, alte Autos zu verschrotten und neue zu kaufen, damit die Autobranche wieder in Gang kommt. Natürlich werden 19 % MwSt. kassiert und wenn die Einnahmen wieder sinken, weil alle saubere Autos haben, werden die KFZ Steuern wieder erhöht. Am Besten nach Wahlen. Die ganz dicken Autos der Politiker und Geschäftswagen, die zwischen 20 und 60 Liter pro 100 km/h verbrennen, laufen natürlich steuerbegünstigt. Obwohl CO2 Ausstoß von 350 gr. pro km und mehr erhalten die Euro 5. Politikerlogik.