Dank dem Ende der Ferienzeit und den geringen Schäden durch Hurrikane liegt der Ölpreis mittlerweile um gut ein Viertel unter dem Gipfelpunkt vom Juli. Doch das könnte sich bald wieder ändern.
Der Preis für Rohöl rutschte am Donnerstag auf den tiefsten Stand des Jahres. Er liegt mittlerweile um gut ein Viertel unter dem Gipfelpunkt vom Juli. Die Internationale Energie-Agentur (IEA), die Dachorganisation der Verbraucher-Länder, warnt allerdings vor einem möglichen Hochschnellen im Winter. Auch die Händler rechnen mittelfristig mit höheren Preisen.
Der Preis für Rohöl rutschte am Donnerstag auf den tiefsten Stand des Jahres. (© Foto: dpa)
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Die amerikanische Ölsorte WTI per Lieferung im kommenden Monat - das ist eines der wichtigsten Marktbarometer - kostete am Donnerstag zeitweise nur noch 57,22 Dollar je Barrel (159 Liter). Billiger war WTI zuletzt im Dezember 2005. Die Notierung der europäischen Leitsorte Brent pendelte um 58,40 Dollar je Barrel; sie lag zuletzt im Februar bei dieser Marke.
Klimaanlagen verbrauchen jetzt weniger Energie als im Sommer
Das jüngste Nachgeben der Ölpreise hat nach Darstellung von Marktteilnehmern vor allem saisonale Gründe: Nach dem Ende der Ferienzeit liegt derzeit die Nachfrage nach Benzin und Diesel in den USA und Europa vergleichsweise niedrig; auch die Klimaanlagen verbrauchen weniger Energie als im Sommer.
Und vor Beginn der Heizsaison werden diverse Raffinerien für Wartungsarbeiten einige Wochen lang stillgelegt; damit fällt vorübergehend Nachfrage nach Öl aus. Daneben gilt die Hurrikan-Gefahr für dieses Jahr als vorüber, und diesmal haben die Wirbelstürme kaum Schäden an Ölförder-Anlagen im Golf von Mexiko angerichtet. Katrina und andere Hurrikane hatten 2005 Schneisen der Verwüstung gezogen.
Auf die Preise drückt aber auch die Erwartung etlicher Marktteilnehmer, dass sich die weltweite Konjunktur verlangsamt. "Das Wachstum hat bereits begonnen, an Schwung zu verlieren.
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