Die UBS stärkt ihre Finanzkraft: 3,8 Milliarden Franken besorgt sich die Großbank über eine Kapitalerhöhung - und verkündet zugleich weitere Verluste.
Auch das zweite Quartal des Jahres bringt rote Zahlen. Darauf hat die Schweizer Großbank UBS ihre Anteilseigner schon einmal vorbereitet. Wie hoch die Verluste sein werden, sagte das krisengeschüttelte Institut nicht. Nur soviel: Das operative Ergebnis werde besser ausfallen als im Vorquartal.
Die Schweizer Großbank UBS beschafft sich über eine Kapitalerhöhung frisches Geld. (© Foto: AP)
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In den ersten drei Monaten des Jahres hatte die UBS Verluste von knapp zwei Milliarden Schweizer Franken angehäuft. Die offiziellen Zahlen legt die Bank am 4. August vor.
293 Millionen neue Aktien
Um die Finanzkraft zu stärken will sich die UBS nun über eine Kapitalerhöhung mit frischem Geld versorgen. 3,8 Milliarden Franken sollen so aufgenommen werden. Die Schweizer Regierung, die über eine Pflichtwandelanleihe mit knapp zehn Prozent an der Bank beteiligt ist, verlängerte die Haltefrist bis zum 4. August, um die Kapitalerhöhung zu unterstützen. Der Bund kann die Anleihe aber weiterhin verkaufen oder von seinem Recht Gebrauch machen, sie in Aktien der UBS umzutauchen.
Um die Kapitalbasis zu stärken, will die Bank rund 293 Millionen neue Aktien ausgeben. Der Ausgabepreis von je 13 Franken liegt um knapp sieben Prozent unter dem Schlusskurs vom Donnerstag. Ein UBS-Sprecher sagte, die Kapitalerhöhung habe keinen speziellen Grund. "UBS ergreift diese Maßnahme jetzt, um die aktuellen Marktgelegenheiten zu nützen", ergänzte er.
Die Aktien der UBS haben nach dieser Ankündigung Verluste erlitten. Am Vormittag verloren die Titel nach einem zunächst freundlichen Start 1,15 Prozent auf 13,81 Franken.
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(sueddeutsche.de/Reuters/dpa-AFX/tob/mel)
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