Überraschung bei den Ermittlungen zur Causa Hypo Group Alpe Adria: Der verstorbene Kärtner Landeshauptmann Jörg Haider soll ein stattliches Vermögen in Liechtenstein versteckt haben.
Die Ermittlungen im Fall Hypo Group Alpe Adria werfen nun auch ein neues Licht auf das Finanzgebaren des verstorbenen österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider. Im Zuge von Kontoöffnungen in Liechtenstein wurden zwölf Briefkastenfirmen von Haider gefunden, in denen fünf Millionen Euro geparkt sind, wie das österreichische Magazin Profil nun berichtete.
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Versteckte er Millionen in Liechtenstein: Kärtens 2008 verstorbener Landesvater Jörg Haider (© dpa)
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Laut derzeitigem Ermittlungsstand soll das Vermögen ursprünglich 45 Millionen Euro betragen haben. Woher das Geld stammt und wem es zugute kam, wird dem Bericht zufolge derzeit geprüft.
Claudia Haider, die Witwe des früheren Kärntner Landeshauptmannes, sagte der Presseagentur Apa, dass sie nichts von den Konten wisse. Ermittler aus Österreich, Deutschland und Liechtenstein untersuchen derzeit mögliche Fälle von Untreue, Betrug und Bestechung rund um den Verkauf der inzwischen verstaatlichten Kärntner Hypo Group an die BayernLB im Jahr 2007, sowie einen möglichen Korruptionsfall rund um den österreichischen Ex-Finanzminister und Haider-Freund Karl-Heinz Grasser.
Über Liechtenstein könnten Schwarzgelder an Entscheidungsträger geflossen sein. Insgesamt wurden 46 Briefkastenfirmen in Vaduz und Schaan geöffnet. Geldflüsse an Parteien und Politiker sind in Österreich nur schwer nachzuvollziehen. Größere Spenden müssen zwar dem Rechnungshof gemeldet werden, sind dort aber unter Verschluss.
Haider war bis zu seinem Unfalltod 2008 für seinen extravaganten Lebensstil und aufwendige Wahlkämpfe bekannt.
Haiders Vertrauter Stefan Petzner äußerte sich inzwischen zu der Causa. Der "Lebensmensch" (Petzner über Petzner) des Kärtner Landesvaters, der ihm nach dem Unfall zunächst an der Spitze des rechtspopulistischen Bündnisses Zukunft Österreich (BZÖ) gefolgt war, sagte: "Ich kann mir die genannte Größenordnung nicht vorstellen", zitiert ihn die Apa. "Ich glaube, dass eventuell Schilling mit Euro verwechselt wurden."
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(sueddeutsche.de/AFP/dpa/odg/grc)
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