Irische Banken brauchen weitere Milliardenhilfen - die verstaatlichte Anglo Irish Bank hat mehr Verluste gemacht als irgendein Unternehmen sonst in der Geschichte des Landes.
Irlands krisengeschüttelte Banken brauchen 24 Milliarden Euro zusätzliches Geld. Dies solle ihnen helfen, etwaige Verluste durch eine schwächere Konjunktur zu verdauen, teilte die Notenbank in Dublin am Donnerstag mit. Sie bezog sich auf die Stresstests für die nach einer Branchensanierung verbleibenden vier irischen Institute.
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Der irische Staat hat seine Banken bereits mit 46 Milliarden Euro gestützt. Jetzt kommen wohl nochmals mehr als 20 Milliarden Euro hinzu. (© dpa)
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So benötigten Allied Irish Bank 13,3 Milliarden Euro zusätzliches Kapital, Bank of Ireland 5,2 Milliarden, Irish Life&Permanent vier Milliarden und die Bausparkasse EBS 1,5 Milliarden.
Der irische Staat hat seine Banken bereits mit 46 Milliarden Euro gestützt. Ende 2010 musste das Land unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen. Nun wächst auch der Druck auf die neue irische Regierung, die Finanzbranche umzubauen.
Die Geldhäuser sind seit der Finanzkrise die Achillesferse der irischen Wirtschaft. Die neuen Milliarden könnten bequem mit den zur Verfügung stehenden Mitteln gedeckt werden, erklärten die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank (EZB) und der Internationaler Währungsfonds (IWF). Die EZB arbeitet dem Vernehmen nach an Liquiditätshilfen für irische Banken, um deren tägliches Geschäft zu sichern.
Der neue irische Finanzminister Michael Noonan will in einem ersten Reformschritt die Bausparkasse EBS mit der Allied Irish Bank (AIB) verschmelzen. Die Bilanzen der Banken sollen zudem durch Auslagerung von faulen Krediten in Zweckgesellschaften um 80 Milliarden Euro bereinigt werden. Noonans Pläne laufen darauf hinaus, dass Irland künftig nur noch zwei größere Kreditinstitute hat, AIB und Bank of Ireland. Die vor der Auflösung stehende verstaatlichte Anglo Irish Bank hat den höchsten Verlust in der Wirtschaftsgeschichte des Landes bestätigt. 2010 verlor Anglo Irish demnach 17,7 Milliarden Euro.
In Portugal ist rund eine Woche nach dem Rücktritt des sozialistischen Ministerpräsidenten José Sócrates der Weg für Neuwahlen endgültig frei. Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva setzte am Donnerstagabend den Termin auf den 5. Juni an und löste das Parlament auf. Sócrates war zurückgetreten, nachdem das Parlament sein jüngstes Sparpaket abgelehnt hatte. Seither hat sich die Lage am Anleihemarkt für Portugal verschärft.
Es wird erwartet, dass Portugal bald externe Hilfen beantragen muss - sei es durch den europäischen Rettungsschirm oder den Internationalen Währungsfonds. Finanzminister Fernando Teixeira dos Santos wies darauf hin, dass die geschäftsführende Regierung keine Handhabe hat, um externe Hilfen zu beantragen. Portugals Verfassung gestehe einer "amtierenden" Regierung nur das Recht zu, die fortlaufenden Geschäfte aufrecht zu erhalten. Die Regierung räumte ein, dass das Defizitziel für 2010 verfehlt worden sei. Entgegen bisherigen Angaben habe das Loch im Haushalt nicht 7,3 Prozent, sondern 8,6 Prozent betragen. Grund seien "methodologische Unterschiede".
Auf dem Berliner Bankentag übte Bundespräsident Christian Wulff scharfe Kritik an den Banken. Die Ursachen der Finanzkrise seien nicht beseitigt, sagte er: "Ohne einen grundlegenden Kurswechsel drohen neue Finanzkrisen." Noch eine Rettungsaktion mit Steuergeld könne sich der Staat nicht leisten. Die Banken müssten mehr Verantwortung für die Gesellschaft zeigen.
(SZ vom 01.04.2011/hgn)
Heftige Erschütterung in Norditalien
... für die Hedgis und PDs die alle PIIGS-Staaten, ( und die EU an sich ), zum Tode shorten.
Da wo die Zinsen für die portugisische, irische und griechische 10-Jährige Staatsanleihen stehen ( alle über 10% ), kommen bald die spanische und italienische dazu ... es wird überlustig.
Was nu ? €uro ist schon lange auf der Intensivstation, ein Monat der Pflege kostet ca. 90 Mrd. € ( "heimliche" Interventionen der ECB it denen der Junk abgekauft wird), CDS haben einen 10-fachen leverage ....
Westliches Finanzsystem ist schon lange tot, und die Akteure bewerfen sich gegenseitig mit den Bernanks/Trichet Blüten ...
Nuja, Hu wird uns bald sagen was die Kartoffel kosten. CTFC ist dazu nicht bereit ... Es wäre unanständig zu wissen das das Goldman-Sux Preis besteht zur 90% aus Narrativum und ist eigentlich 5% des Kilopreises in RMB Wert....
ECB, bitte weiter blubbern. Ich habe keinen Fernseher und beim jetztigem TV-Angebot gibt es keine bessere Satire als J-C Tricheur .... [ APPLAUSE NOW ]
Man kann keine Finanzpolitik ohne die damit verbundene Wirtschaftspolitik betreiben,
immer noch versucht man hier das unmögliche, möglich zu machen,
diese von einem Haufen Blinder und Tauben geführte Politik wird den Traum eines vereinten Europas beenden und ich glaube dies geschieht noch vor dem ableben unseres Altkanzlers.
Einfach deshalb, weil deutsche Politiker in seltsamer Einmütigkeit immer irgendwelche Interessen vertreten, nur nicht die des erwähnten deutschen Steuerzahlers.
Daß das selbstverständlich straf- und haftungsfrei ist, ist eines der großen Probleme Deutschlands, das ziemlich bald zu einem neuen nationalsozialistischen Regime führen wird.
Wieso soll der deutsche Steuerzahler wieder für Irland haften? Nur weil möglicherweise wieder die Deutsche Bank dort ihre Anleihen hält. Sie wir die Ausfallversicherung der Deutschen Bank? Eher nicht, wenn ja, wie wäre es mit einer Prämie von 25% oder doch mehr?
Jetzt steht Portugal mit 80 Mrd an. Bundespräsident Wulff sprach auf dem Bankentag von einer Haftungssumme von 400 Mrd Euro, für welche der Steuerzahler, sprich wir, schon haften.
Irland soll erstmal die Unternehmenssteuer erhöhen und sich selbst finanzieren. Erst alle Steuersparer anlocken und nachher die Risiken noch anderen aufbürden - wie nennt man so etwas? Das Wort kann jeder selbst benennen.
Wie wäre es wenn man die Nettoauszahlung der EU an Irland pfändet? Dann hätte man das Geld bald raus, schließlich zahlen wir doppelt einmal als Nettozahler an die EU und ein zweites Mal für die Bankenrisiken wegen mangelnder Aufsicht der Banken in Irland.