Eine Analyse zeigt: Einige wenige Fonds trotzen der Finanzkrise. Vor allem mit Anleihen machten Investoren ein Plus.
Wer sein Geld in Investmentfonds anlegt, wird sich beim Börsenjahr 2008 kaum mit Differenzierungen aufhalten: Es war für die meisten eine Horrorperiode. Eine Studie der Analysegesellschaft Morningstar über 32.000 europäische Fonds für Aktien, Anleihen oder Immobilien zeigt, wie krass die Verluste ausfielen. Trauriger Trend: Häufig schnitten die aktiv gemanagten Produkte genauso schlecht ab wie Indizes. Anleger bekamen für die mitunter hohen Gebühren aktiver Fonds keine Gegenleistung.
Nicht jeder Fonds war im Krisenjahr 2008 ein Verlierer. Wer Rentenfonds besitzt, kann sich freuen. (© Foto: ddp)
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Interessanter als globale Tristesse ist der Blick darauf, wie sich die Verluste begrenzen - oder sogar Gewinne erzielen ließen. Gewinner? Ja, die gab es tatsächlich. Als die Finanzkrise eskalierte, flohen die Investoren in sichere Staatsanleihen, spezialisierte Fonds profitierten davon. Am besten schnitten japanische und Schweizer Anleihen ab. Das erstaunliche Plus von 27,7 und 13,2 Prozent erklärt sich auch durch Aufwertungen von Yen und Schweizer Franken gegenüber dem Euro. Doch auch Fonds, die vor allem in Dollar- und Euro-Anleihen anlegen, erzielten Gewinne.
Kreative Fondsmanager nutzten diesen Trend, selbst wenn sie wie Philip Gibbs von Jupiter Financial Opportunities nicht auf Anleihen spezialisiert sind. Seine Kategorie Finanzaktien zählte mit einem Minus von mehr als 50 Prozent zu den großen Absteigern 2008. Durch rechtzeitige Umschichtung in Cash und Anleihen schaffte es Gibbs mit seinem in britischen Pfund berechneten Fonds, einen Gewinn von 7,5 Prozent herauszuholen.
Langfrist-Chancen in Asien
Morningstar-Analysechef Werner Hedrich rät aber davon ab, dieses Jahr einfach auf Euro-Staatsanleihen zu setzen. Nach den Kursgewinnen ist die Rendite mit knapp vier Prozent derzeit teils niedriger als bei risikolosem Tagesgeld. Gute Renditen verspricht sich Hedrich eher von Fonds, die global anlegen und so Währungsgewinne erzielen, natürlich mit gewissen Risiken. Für aussichtsreich hält er auch Produkte, die sich auf Unternehmensanleihen spezialisieren.
Bei den Aktien fällt auf, dass 2008 Branchenfonds mit Schwerpunkt Biotechnologie und Gesundheit die geringsten Verluste verzeichneten. Bleiben die Börsen weiter mau, könnten diese weniger konjunkturanfälligen Branchen wie auch Konsumwerte 2009 erneut zu den relativen Gewinnern zählen. Langfristige Chancen bieten asiatische Schwellenländer, die 2008 teils zu den größten Verlierern zählten, aber in ein paar Jahren wieder hohes Wachstum zeigen dürften.
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Und weiter dreht sich die Trommel im Revolver, bin gespannt wann das russische Roulette den finalen Klick erfaehrt. Offenbar war beim letzten Abdruecken nur eine Platzpatrone im Lauf. Alles schreit und gelobt Beserung, doch nichts von alledem wird umgesetzt.