Auch im Bereich Vermögensbildung gibt es Dienstleister. Bei Investmentfonds übernehmen professionelle Investoren viele Entscheidungen für den Anleger.
Ein möglicher Weg zum Geschäftserfolg besteht darin, Aufgaben, die ein anderer besser erledigen kann, zu delegieren. Eine Art, diese Strategie bei der Geldanlage umzusetzen, ist die Anlage in einen Investmentfonds. Dieser wird von einer Kapitalgesellschaft aufgelegt, die in ihm das Geld vieler Investoren sammelt. Dieses wird dann in dem für den Fonds definierten Rahmen investiert.
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Die Bezahlung der Dienstleistung für eine Fondsbeteiligung geschieht über die Begleichung von Verwaltungskosten oder durch eine Erfolgsbeteiligung des Fondsmanagements. (© Foto: iStockphoto)
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Was ein Investmentfonds dabei auf jeden Fall besser kann als der normale Anleger, ist diversifizieren. Aufgrund der eingesammelten Mittel ist es der Fondsgesellschaft möglich, eine wesentlich breiter gestreute Palette an Werten zu halten, als dies ein einzelner tun könnte, wenn er nicht gerade Investmentlegende und Multimilliardär Warren Buffet ist.
Natürlich legt eine Kapitalgesellschaft einen Fonds nicht aus reiner Nächstenliebe auf, sondern will wie jeder Dienstleister für seine Arbeit bezahlt werden. Bei einem Fonds geschieht das in Form von Verwaltungskosten sowie teilweise durch eine Erfolgsbeteiligung des Fondsmanagements. Der Ausgabeaufschlag, der normalerweise beim Kauf eines Fondsanteils anfällt, lässt sich im Falle, dass der Anleger ohne Beratung weiß, was er will, oftmals durch den Kauf bei einer Direktbank vermeiden.
Weitere Kosten entstehen durch das die Fondsanteile verwahrende Depot, das allerdings auch bei den meisten anderen Anlageformen zu bezahlen ist, sowie bei Aktienfonds für Umschichtungen innerhalb des Fonds, das heißt, wenn Werte im Fonds-Portfolio gegen andere ausgetauscht werden.
Investmentfonds werden in Deutschland immer beliebter
Im Hinblick auf die erwarteten Leistungen werden die Kosten allerdings zunehmend bereitwilliger getragen. Dies legen zumindest statistische Zahlen des Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) nahe. Nach dessen Angaben hatte jeder Bundesbürger Ende 2007 im Schnitt knapp 8900 Euro in Investmentfonds angelegt. Dies entsprach einer Steigerung um 300 Prozent im Vergleich zum Stand zehn Jahre zuvor. International betrachtet liegt Deutschland damit aber immer noch hinter den Pro-Kopf-Investmentvermögen in Österreich oder Frankreich zurück. Spitzenreiter sind hier nach BVI-Angaben die USA mit einem pro Kopf in Investmentfonds angelegten Vermögen von rund 27.600 Euro.
Lesen Sie weiter, welche Vorteile Fondssparpläne haben.
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