Seit 1997 besitzt und verwaltet die Münchner Josef Hurler Immobilien- und Verwaltungsgesellschaft den Storkower Bogen in Berlin. Geschäftsführer Gerhard Kanzler hatte es in der Startphase schwer, Interessenten für die Großimmobilie zu finden. Durch kulturelles Engagement fand er den Erfolgsweg für das Projekt.
SZ: Wie kamen Sie auf die Idee, beim Storkower Bogen mit einer Kunstberaterin zusammenzuarbeiten?
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Kanzler: Als wir 1997 das 36.000 Quadratmeter große Objekt übernahmen, war alles anders als gedacht. Es hatte so gut wie keine Mieter, die Menschen im Wohnumfeld waren gegen unseren ,,Glaskasten''. Das war nachvollziehbar, hatte der Storkower Bogen ihnen doch den angestammten Kiez mit Friseur, Jugendzentrum, Kaufhalle und Gaststätte genommen. Wir mussten alles daran setzen, an die Menschen zu kommen. Aber auch, Mieter zu finden. Unser Kulturengagement startete damit, dass das gegenüberliegende ,,Theater im Kino'' unser Gelände bespielte.
SZ: Die Galerieräume überlassen Sie kostenlos. Zahlt sich das aus?
Kanzler: Das ist unsere Form des Sponsorings, das wird auch so bleiben. Schließlich hat dieses Engagement zum erwünschten Erfolg geführt, wir haben langfristig Mieter gefunden. Mir gefällt, dass so nicht nur die Krawattenträger angesprochen werden, sondern sich das Publikum auch erweitert.
SZ: Bildet das Berliner Beispiel eine Basis für weitere Pläne?
Kanzler: Derzeit arbeiten wir eng mit dem Leiter des gerade geschlossenen Hackeschen Hoftheaters zusammen, auch er hat ein kostenfreies Büro bei uns in Berlin. Dies könnte sich, wenn alles gut geht, weiterentwickeln. Die Bühne, auf der sich in Zukunft alles abspielen soll, wird dann in München sein. Mehr kann ich zu diesem Projekt heute leider noch nicht sagen.
(SZ vom 18. 4. 2007)
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