Dachfonds gelten als wichtiger Baustein der Altersvorsorge, meint Manager Christian Roch. Er leitet die Abteilung "Dachfonds & Managed Funds" bei AmpegaGerling Investment in Köln.
SZ: Dachfonds gibt es in Deutschland seit Ende der neunziger Jahre. Doch in der ersten Zeit war deren Wertentwicklung nicht gerade erfreulich. Was waren die Gründe?
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Roch: Das stimmt. Grund war, dass es in der ersten Zeit noch keine oder nur ganz wenige auf Dachfonds spezialisierte Portfolio-Manager gab. Etwa ab dem Jahr 2002 hat sich aber das Bild zum Positiven hin geändert. Seitdem schneiden etwa chancenorientierte Dachfonds, die ausschließlich oder überwiegend Aktien-Zielfonds enthalten, spürbar besser ab als reinrassige Aktienfonds.
SZ: Also sind Dachfonds das Instrument für die private Altersvorsorge schlechthin?
Roch: So absolut würde ich das nicht formulieren. Klar ist aber, dass Dachfonds mittlerweile ein wichtiger Baustein für die private Altersvorsorge sein können. Zweifellos sind sie zugleich ein Basisinvestment für die langfristige Vermögensstrategie. Und bei der eigenen Altersvorsorge geht es um nichts anderes als um den über Jahre soliden Kapitalaufbau mit guten Renditeperspektiven und einem angemessenen Chance-Risiko-Verhältnis. Für Dachfonds spricht ihre Typenvielfalt.
SZ: Was meinen Sie mit Vielfalt?
Roch: Dachfonds gibt es mittlerweile für jede Risikostufe. Die ist abhängig, wie im Dachfonds-Portfolio Aktien- und Renten- und Immobilien-Zielfonds gewichtet sind. Die eher chancenorientierten Dächer enthalten in der Regel überwiegend Aktien-Zielfonds. Die ausgewogenen oder ertragsorientierten haben einen vergleichsweise hohen Anteil an Renten-Zielfonds. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich solche Dachfonds-Typen letztlich entsprechend dem Markt bewegen. Abhängig von deren Management-Qualität manchmal besser und bisweilen auch schlechter. Ich selbst würde als Basisinvestment auf einen Dachfonds setzen, der nach dem Total-Return-Ansatz verwaltet wird.
SZ: Da Sie einen solchen Dachfonds managen, verwundert diese Einschätzung jetzt weniger ...
Roch: Es dürfte doch klar sein, dass man große Stücke gerade auf den eigenen Schützling hält. Zumal wir beim Dachfonds "Gerling Portfolio Total Return" einige marktweit einzigartige strategische Ansätze haben.
SZ: Und die wären...
Roch: Das Ziel, während eines jeden beliebigen Zwölf-Monats-Zeitraums und nicht nur im Kalenderjahr einen absolut positiven Wertgewinn zu erzielen, ein - wie ich meine - innovatives Modell zur Wertsicherung, die so genannte Null-Verlust-Toleranz, bei der vorübergehende rote Zahlen nicht akzeptiert werden. Und dies alles bei einer Zielrendite von mindestens sechs Prozent im Jahr und einer geringfügigen Schwankungsbreite von nur drei Prozent, die noch unter der von Euro-Rentenfonds liegt.
(SZ vom 26.05.07)
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